Weniger neue Flüchtlinge - immer mehr gehen wieder

Die Zahl der neu an der bayerischen Grenze ankommenden Flüchtlinge hat in den vergangenen Tagen teils deutlich unter der vielbeschworenen Marke von 3000 Menschen gelegen.
München - Mehr seien es zuletzt am 9. Januar gewesen, teilte ein Sprecher der Bundespolizei in München am Mittwoch mit. Anfang dieser Woche seien es täglich rund 1650 gewesen, am zurückliegenden Wochenende 2780 beziehungsweise 2500. Mitte bis Ende vergangener Woche zählte die Bundespolizei 1330 bis 2100 pro Tag.
Im auch unionsintern geführten Streit um die Flüchtlingspolitik der Bundesrepublik hatte die CSU-Staatsregierung in Bayern zuletzt häufiger damit argumentiert, in den ersten Januartagen seien im Schnitt etwa 3000 Flüchtlinge pro Tag eingereist - dies sei auf Dauer zu viel.
Zahl der Abschiebungen deutlich gestiegen
Zudem seit die Anzahl der Abschiebungen im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Wie die "Sächsische Zeitung" unter Berufung auf die aktuelle Abschiebestatistik des Bundesinnenministeriums berichtet, musste 2015 insgesamt 20.888 Ausländer das Land verlassen - und damit fast doppelt so viele wie noch im Jahr davor (10.884 Menschen).
Darüber hinaus sollen laut der Zeitung zudem mehr Menschen, die zum Verlassen Deutschlands aufgefordert wurden, freiwillig - zum Teil gefördert - ausgereist sein. Das Bundesinnenministerium nenne hierzu die Zahl von 37.220 - fast 90 Prozent von ihnen aus Albanien, dem Kosovo, Serbien und anderen Ländern des westlichen Balkans.