Wenig Fortschritt bei barrierefreien Bahnhöfen in Bayern

Wer im Rollstuhl oder mit Kinderwagen in Bayern mit der Bahn fährt, stößt an vielen Halten an schwer überwindbare Hürden. Um das zu ändern, gibt der Freistaat extra Geld - doch der Ausbau dauert.
dpa |
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Fast die Hälfte der Bahnhöfe in Bayern ist nicht barrierefrei. (Symbolbild)
Fast die Hälfte der Bahnhöfe in Bayern ist nicht barrierefrei. (Symbolbild) © Sven Hoppe/dpa
München

Auf dem Weg zu barrierefreiem Bahnfahren kommt Bayern mit Blick auf die Bahnhöfe langsam voran. Im vergangenen Jahr seien 15 Bahnhöfe im Freistaat so umgebaut worden, dass sie zum Beispiel auch für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Kinderwagen ohne Hindernisse nutzbar sind, teilte das bayerische Verkehrsministerium mit. Damit seien 561 von 1.079 Bahnhalten in Bayern barrierefrei ausgebaut - also etwas mehr als die Hälfte. 

Besonders an weniger frequentierten Bahnhöfen stoßen Fahrgäste demnach weiter oft an Hindernisse. Die meisten Stationen, an denen verhältnismäßig viele Menschen ein- und aussteigen, seien dagegen barrierefrei, teilte das Ministerium mit. Rund 82 Prozent der Bahn-Fahrgäste könnten somit ohne bauliche Hindernisse an Bahnhöfen reisen.

Wie viele Bahnhöfe dieses Jahr barrierefrei werden sollen

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) betonte, Barrierefreiheit sei auch für Reisende mit schwerem Gepäck oder mit Fahrräder essenziell: "Nur mit Barrierefreiheit schaffen wir eine breite Akzeptanz und Nachfrage in der Bevölkerung." Verantwortlich für den Ausbau sei eigentlich der Bund. Trotzdem habe Bayern 2025 freiwillig mit rund 17 Millionen Euro dabei geholfen. 

Dieses Jahr sollen laut Ministerium 20 weitere Bahnhöfe umgebaut werden, damit sie Fahrgästen keine Hindernisse mehr bieten. Wie viel Geld der Freistaat 2026 dafür bereitstellt, blieb zunächst unklar. Bernreiter sagte nur, der Ausbau bleibe "ein zentrales Ziel der Staatsregierung".

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