Welche Rolle spielt das Auto in Bayern? Das zeigt ein Blick auf die Zahlen

Welche Verkehrsmittel nutzen die Bürger am häufigsten, welche Trends gibt es? Darum ging es in einer bundesweiten Mobilitäts-Studie – nun liegen die Ergebnisse für Bayern vor.
AZ/dpa |
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Zu Fuß, mit Auto oder Fahrrad – wie bewegen sich die Bayern? (Illustration)
Zu Fuß, mit Auto oder Fahrrad – wie bewegen sich die Bayern? (Illustration) © Sven Hoppe/dpa

Das Auto bleibt das wichtigste Verkehrsmittel in Bayern – auch wenn es mittlerweile etwas häufiger ungenutzt herumsteht. Auf der anderen Seite sind heute mehr Menschen zu Fuß unterwegs als in früheren Jahren. Das sind zentrale Erkenntnisse einer großen Studie zur Mobilität in Deutschland, von der nun gesonderte Ergebnisse für Bayern vorliegen – sie basieren auf Befragungen von fast 40.000 Menschen in den Jahren 2023/24. 

"Der bayerische Mobilitätsmix bewährt sich. Wir spielen keine Verkehrsträger gegeneinander aus. Nur mit einem guten Mix, in den jedes Verkehrsmittel seine Stärken einbringt, schaffen wir für alle ein gutes Angebot", sagte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) als Fazit. Die Details im Überblick.

Menschen sind etwas weniger unterwegs

Das absolute Verkehrsaufkommen und die damit verbundene Verkehrsleistung, also die Summe aller zurückgelegten Wege und Kilometer, sind seit 2017 etwas zurückgegangen – von 40 Millionen Wege auf 39 Millionen Wege pro Tag. An einem durchschnittlichen Tag sind 82 Prozent der in Bayern lebenden Menschen außer Haus unterwegs. 2017 waren es noch 86 Prozent gewesen.

Weniger Auto, mehr zu Fuß

Heute sind in Bayern – wie auch bundesweit – mehr Menschen zu Fuß unterwegs: Mittlerweile werden 24 Prozent der Wege zu Fuß zurückgelegt, 2017 waren es erst 20 Prozent. 

Der Radverkehrsanteil ist im Zeitvergleich stabil bei elf Prozent geblieben, ebenso die Nutzung von Bus und Bahn mit zehn Prozent. Zurückgegangen ist der Anteil des Autos: 56 Prozent aller Wege werden motorisiert zurückgelegt, 2017 waren es noch 59 Prozent. Enthalten sind dabei etwas kleinere Anteile für Motorräder und Lastwagen.

Mehr Autos, weniger Autonutzung

In Bayern verfügen 85 Prozent der Haushalte über mindestens einen Pkw – das sind vier Prozentpunkte mehr als noch im Jahr 2017. 33 Prozent der Haushalte besitzen sogar mindestens zwei Autos. Allerdings: Die tägliche Autonutzung ging demgegenüber von 52 Prozent im Jahr 2017 auf 48 Prozent zurück. 

Beruf, Einkaufen, Freizeit – deshalb sind die Bayern unterwegs

Warum sind die Menschen unterwegs? Auch dieser Frage ist die Studie nachgegangen. Die Antworten: 30 Prozent der Wege (plus drei Prozentpunkte) sind beruflich veranlasst, die sogenannten Erledigungswege sind etwas rückläufig (von 14 auf elf Prozent), ebenso die Einkaufswege (15 auf 14 Prozent). Beim Freizeitverkehr ist der Anteil dagegen von 28 auf 30 Prozent gestiegen. 

Es gebe "für den Staat bessere Möglichkeiten", als dieses Gebäude, findet Bauminister Christian Bernreiter (Archivbild).
Es gebe "für den Staat bessere Möglichkeiten", als dieses Gebäude, findet Bauminister Christian Bernreiter (Archivbild). © Sven Hoppe/dpa

Betrachtet man jeweils die zurückgelegten Kilometer, so ist das Bild etwas anders: Hier ist etwa der Anteil der berufsbedingt zurückgelegten Personenkilometer von 38 auf 36 Prozent zurückgegangen. "Diese Entwicklung lässt den Rückschluss auf Homeoffice-Effekte zu, dass vor allem Personen mit größerer Entfernung zu ihrer Arbeitsstätte auf die Wege verzichten", heißt es zur Erläuterung dieser Zahlen in der Studie.

Fast 40.000 Haushalte in Bayern befragt

Für die bundesweite Studie "Mobilität in Deutschland" im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums wurden 2023/24 bundesweit mehr als 218.000 Haushalte zu ihrem alltäglichen Verkehrsverhalten befragt – zuvor war die Studie bereits in den Jahren 2002, 2008 und 2017 erhoben worden. 

Allein in Bayern wurden zwischen April 2023 und Juli 2024 letztlich fast 40.000 Haushalte befragt, Kinder mitgezählt – unter dem Strich waren das insgesamt gut 78.000 Menschen aller Altersgruppen. Die Ergebnisse wurden anschließend für den ganzen Freistaat hochgerechnet.

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  • tutnixzursache vor einer Stunde / Bewertung:

    Die Zahlen und Verteilung wird auch heute irgendwo zwischen 2017 und 2023 liegen. Man muss bei der Befragung von 2023/24 noch die Nachwirkungen von Corona berücksichtigen. Z.B wurde Home-Office von vielen Unternehmen inzwischen wieder zurück gefahren.
    Aber es zeigt eben auch: Radfahrer sind nicht der Nabel der Welt wie sie immer meinen.

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  • FRUSTI13 vor einer Stunde / Bewertung:

    Jeder km der von PKWs weniger gefahren wird, wird vom Lieferverkehr mehr als ausgeglichen! Besonders in Städten hat ja der Bequemlichkeitsverkehr massiv zugenommen!

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  • Flo91 vor einer Stunde / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von FRUSTI13

    Woher hast du deine Zahlen?

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