Weißbier-Index bestätigt: Die bayerische Wirtschaft wächst deutlich langsamer

Der Weißbier-Index der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) ist auf 120 Punkte gesunken – auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren. 
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Der "Weißbier-Index" liegt bei 120 Punkten. Besonders deutlich sanken die Wachstums-Indizes, die die allgemeine Konjunktur beschreiben: Der Lage-Index fiel auf 132, der Prognose-Index auf 106 Punkte.
vbw Der "Weißbier-Index" liegt bei 120 Punkten. Besonders deutlich sanken die Wachstums-Indizes, die die allgemeine Konjunktur beschreiben: Der Lage-Index fiel auf 132, der Prognose-Index auf 106 Punkte.

Der Weißbier-Index der vbw ist auf 120 Punkte gesunken – auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren. 

München - Die allgemein schwächelnde Konjunktur ist auch in Bayern angekommen. Das zeigt nun ebenfalls der sogenannte Weißbier-Index, den die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) zwei Mal im Jahr erhebt und am Dienstag vorgestellt hat.

Demnach sank der vbw-Index auf 120 Punkte – das sind 15 weniger als ein halbes Jahr zuvor und der niedrigste Stand seit 2014. Die vbw schraubte entsprechend die Wachstumserwartung für 2019 von 1,5 Prozent auf 0,9 Prozent zurück. Dies sei zwar keine Rezession, sagt der neue vbw-Präsident Wolfram Hatz dazu, aber "ein deutlich langsameres Wachstum".

Die Ursache liegt zu großen Teilen in der Industrie. "Sie wird von zwei Seiten gebremst", sagt Hatz. So dämpfe die hohe Unsicherheit die Investitionsneigung, und das schwierige außenwirtschaftliche Umfeld schwäche die Exporte, so Hatz mit Blick auf die Handelskonflikte, den Brexit und schwelende politische Krisen. "Unsere bayerische Industrie ist nun mal eine exportstarke Investitionsgüterindustrie." 

Nicht nur in Bayern ist Konjunktur schwach

Der Konjunkturdämpfer in Bayern geht jedoch insbesondere von der Autoindustrie aus. Unter anderem machen ein neuer Prüfstandard sowie die schwachen Geschäfte auf dem wichtigen Absatzmarkt China der Branche seit Monaten schwer zu schaffen. Das zeigte sich auch im deutlichen Rückgang der Kfz-Exporte.

Angesichts der allgemein schlechteren Prognose forderte der vbw-Präsident am Dienstag erneut stärkere Steuerentlastungen für Unternehmen. Zudem sollte die Politik stärker auf Wachstum setzen.

Die schwache Konjunktur ist ein bundesweites Phänomen. Auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag senkte am Dienstag seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr von 0,9 auf 0,6 Prozent.

Sehen Sie auch: Stellenboom schwächelt - 2,16 Millionen Arbeitslose im Mai

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