Wegen Hobby-Spiels: Dopingsperre für Handballer verlängert

Handball-Influencer Nils Kretschmer wird für ein Legendenspiel hart bestraft. Warum sein Ex-Club diese Sicht nicht teilt und was das für den Routinier bedeutet.
dpa |
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Nils Kretschmer spielte neun Jahre für den HC Elbflorenz in Dresden. (Archivbild)
Nils Kretschmer spielte neun Jahre für den HC Elbflorenz in Dresden. (Archivbild) © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa
Dresden

Die Dopingsperre für Handballer Nils Kretschmer ist wegen dessen Teilnahme an einem Hobby-Spiel um ein weiteres Jahr verlängert worden. Das bestätigte die Deutsche Handball-Liga (HBL) der dpa. Zuvor hatten "Bild" und "Sächsische Zeitung" berichtet.

Kretschmer war wegen Dopings mit Testosteron von März 2025 bis zum 11. Dezember 2027 gesperrt worden. Der Ex-Profi des TV Großwallstadt war im September 2024 positiv getestet worden und hatte das Vergehen später als "größten Fehler meines Lebens" bezeichnet.

Am 14. Februar nahm der 33-Jährige an einem Legendenspiel seines Ex-Clubs HC Elbflorenz in Dresden teil. Darin sah die HBL einen Verstoß gegen das Teilnahmeverbot an Wettkämpfen und verlängerte die Sperre bis zum 11. Dezember 2028.

Verein mit anderer Sicht als Liga

Zweitligist Elbflorenz folgt dieser Argumentation nicht. "Das Legendenspiel war Teil dieses Jubiläumsrahmens und aus Sicht des HC Elbflorenz nicht mit einem regulären Spiel- oder Wettkampfbetrieb vergleichbar", teilte der Club mit. "Unabhängig davon respektiert der HC Elbflorenz die Bewertung und Entscheidung der zuständigen Stellen. Der Verein bedauert die entstandene Situation, insbesondere für Nils Kretschmer persönlich."

Kretschmer hatte auf Anfrage der "Sächsischen Zeitung" zur Verlängerung der Sperre gesagt: "Da gibt es für mich bisher nichts zu sagen." Der neun Jahre in Dresden spielende Kretschmer gilt als Handball-Influencer und hat auf Instagram über 420.000 Follower.

Im Februar hatte er dem Magazin "Handball World" bestätigt, dass das Thema Profi-Handball für ihn durch sei. Allenfalls aus Spaß werde er nach Ablauf der Sperre vielleicht noch einmal spielen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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