Weber fordert Klarheit über Brexit vor der Europawahl

EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber hat das anhaltende britische Hickhack um den Brexit als "Tragödie" bezeichnet und von Großbritannien Klarheit vor der Europawahl Ende Mai gefordert. "Die Brexit-Verhandlungen entwickeln sich zu einer Tragödie vor allem für Großbritannien in der Innenpolitik, aber auch für die Europäische Union", sagt Weber am Montagabend bei einer Veranstaltung der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft in München.
| dpa
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München - EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber hat das anhaltende britische Hickhack um den Brexit als "Tragödie" bezeichnet und von Großbritannien Klarheit vor der Europawahl Ende Mai gefordert. "Die Brexit-Verhandlungen entwickeln sich zu einer Tragödie vor allem für Großbritannien in der Innenpolitik, aber auch für die Europäische Union", sagt Weber am Montagabend bei einer Veranstaltung der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft in München.

"Und eine Verlängerung dieser Tragödie, einfach nur um das Ganze zu vertagen, macht schlicht keinen Sinn", sagte Weber. Das "politische Chaos" in Großbritannien dürfe nicht auch noch den Rest der EU anstecken. "Vor den Europawahlen muss geklärt werden, wie Großbritannien in die Zukunft geht", forderte Weber. Er warnte: "Der Geduldsfaden ist am Reißen."

"Wir verhandeln seit drei Jahren an den Brexit-Verträgen herum. Und deswegen kann es eine Verlängerung nur geben, wenn uns Großbritannien klare Antworten gibt, was mit dieser gewonnenen Zeit dann passieren kann", sagte Weber. "Wir brauchen Klarheit aus Großbritannien, was die britischen Freunde eigentlich erreichen wollen."

Die Europäer können Weber zufolge die Probleme Großbritanniens nicht lösen. "Wenn Großbritannien nicht in der Lage ist, die ausgestreckte Hand Europas anzunehmen, die Brücke, die wir bauen wollen, auch auf ihre Seite zu bauen, dann wird ein harter Brexit, ein ungeregelter Brexit, leider Gottes jeden Tag realistischer", warnte der EVP-Spitzenkandidat.

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