Warum zu Ostern die Brunnen geschmückt sind

Mit bunten Eiern und Girlanden aus Tannenzweigen sind vielerorts zu Ostern die Brunnen geschmückt. Was hat es mit diesem Brauchtum auf sich?
von  dpa
Die Eier an den Osterbrunnen sind oft kunstvoll verziert. (Archivbild)
Die Eier an den Osterbrunnen sind oft kunstvoll verziert. (Archivbild) © Pia Bayer/dpa

Allein in der Fränkischen Schweiz sind es mehr als 200 Brunnen, die zu Ostern aufwendig geschmückt werden. Die Osterbrunnen locken jedes Jahr zahlreiche Touristen und Ausflügler in die Region. Aber warum zieren bunte Eier, Girlanden aus Tannenzweigen, Blumen oder lebensgroße Hasenfiguren die Brunnen und Wasserstellen überhaupt?

Der Ursprung des Brauchtums liege in der Bedeutung des Wassers, hieß es von der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz in Ebermannstadt. In den Hochebenen war das Wasser zu früheren Zeiten knapp, als noch keine Wasserleitung in jedes Haus frisches Trinkwasser brachte. Der Osterschmuck hebt heute noch hervor, wie wichtig deshalb Brunnen und Zisternen früher für die Menschen waren.

Großer Andrang im beschaulichen Dorf

Zu den berühmtesten geschmückten Wasserstellen zählt der Osterbrunnen von Bieberbach im Landkreis Forchheim: Rund 11.000 bunt gemalte Eier sind an den Girlanden angebracht. Sie sind oft kunstvoll verziert mit österlichen Motiven. Der Andrang in Bieberbach ist jedes Jahr zur Osterzeit groß – teils kommen die Menschen sogar mit Bussen in das beschauliche Dorf, um sich anzuschauen, wie die ehrenamtlichen Helferinnen und Helferinnen den Brunnen geschmückt haben.

Doch längst gibt es auch außerhalb der Fränkischen Schweiz Osterbrunnen, etwa in Hof sind einige Brunnen dekoriert, wie der Brunnen direkt vor dem Rathaus. Und auch im Fichtelgebirge und in der Oberpfalz sind in zahlreichen Ortschaften bunt geschmückte Brunnen zu bestaunen.

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