Warum der Freistaat ein weiteres Strahlenschutz-Labor öffnet

In Bayern produziert kein Kernkraftwerk mehr Strom, der Rückbau der Anlagen ist aufwendig. Zur Kontrolle der Strahlung gibt es nun ein weiteres Labor.
von  dpa
Ein neues Strahlenschutzlabor in Kulmbach soll den AKW-Rückbau in Bayern begleiten. (Symbolbild)
Ein neues Strahlenschutzlabor in Kulmbach soll den AKW-Rückbau in Bayern begleiten. (Symbolbild) © Daniel Vogl/dpa

Ein neues Kompetenzzentrum für Strahlenschutz soll vor allem den AKW-Rückbau in Bayern begleiten. Das Zentrum in Kulmbach übernehme zentrale Aufgaben "bei den Freigabemessungen im Zuge des Rückbaus der bayerischen Kernkraftwerke", sagte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler). "Das gewährleistet unabhängige Kontrollen und hohe Transparenz." 

Bayern hat demnach im Bereich Strahlenschutz nun zwei leistungsfähige Labore – in Augsburg und in Kulmbach. Die Notfallvorsorge werde dadurch zukunftssicher aufgestellt, sagte Glauber weiter. 

Im Kulmbacher Labor werden vor allem Proben, die bei Kontrollen vor Ort im Zusammenhang mit dem AKW-Rückbau genommen werden, untersucht. Dazu zählen nach Angaben des Ministeriums Freigabemessungen und die strahlenschutztechnische Überwachung des Personals. Der Neubau in Kulmbach für 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat rund 40 Millionen Euro gekostet.

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