Warnstreiks legen Nahverkehr in Nürnberg und Landshut lahm

Auto, Fahrrad oder zu Fuß - das sind die Alternativen, um in Nürnberg in die Arbeit zu kommen. Denn U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen fahren nicht. Grund ist ein ganztägiger Warnstreik.
dpa |
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Die U-Bahnen in Nürnberg blieben wegen eines Warnstreiks im Depot.
Die U-Bahnen in Nürnberg blieben wegen eines Warnstreiks im Depot. © Daniel Karmann/dpa
Nürnberg

Ein erneuter Warnstreik hat am frühen Morgen den Nahverkehr in Nürnberg lahmgelegt. Straßenbahnen, U-Bahnen und Busse seien in den Depots geblieben, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Ausnahme seien Busse, die im Rahmen eines Streikfahrplans verkehrten. Die Beschäftigten wollten bis zum Betriebsschluss in der Nacht zum Donnerstag ihre Arbeit niederlegen. Auch in Landshut war ein ganztägiger Ausstand der Busfahrerinnen und Busfahrer geplant.

Mit Bus und Oldtimer zum Volksfest

Private Busunternehmen und Regionalbahnen wie die S-Bahnen sind davon nicht betroffen. Zum Volksfest Nürnberg sollte zudem am Nachmittag ein Shuttlebus fahren. Nostalgiefreunde können auch den Oldtimer-Bus "Büssing Präfekt" nutzen, der zwischen dem Hauptbahnhof und der Festwiese am Dutzendteich verkehrt.

Vom Streik beim Verkehrsbetrieb der Stadtwerke München dagegen sollten die Fahrgäste nichts mitbekommen. Die Gewerkschaft hatte darauf verzichtet, die Aktion auf den Fahrdienst auszuweiten, da es aktuell bereits Einschränkungen wegen Bauarbeiten auf S-Bahn-Stammstrecke gibt.

Mehr Geld und weniger Arbeitszeit

Mit den Arbeitsniederlegungen will Verdi den Druck auf die erneute Tarifrunde erhöhen, die am 15. April geplant ist. Aktionen in weiteren Städten sind möglich, sollen nach Angaben der Gewerkschaft aber rechtzeitig angekündigt werden. Die Streikenden seien sehr kampfeslustig, sagte ein Verdi-Sprecher.

Maßstab sind Tarifeinigungen in anderen Bundesländern. Dort seien deutliche Entlastungen für Beschäftigte vereinbart worden wie maximale Schichtlängen und minimale Ruhezeiten, sagte Branchenkoordinatorin Katharina Wagner. 

Die Gewerkschaft fordert für die etwa 9.000 Beschäftigten in mehr als 20 Unternehmen deutliche Lohnerhöhungen. Zudem will Verdi eine Reduzierung der Arbeitszeit.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen
lädt ... nicht eingeloggt
 
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.