Warnstreiks im Nahverkehr gehen weiter

In Nürnberg werden erstmals deutlichere Einschränkungen erwartet. In manchen Städten ist der Streik schon wieder vorbei und in einer geht es bis Sonntag.
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Die Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr gehen weiter. (Archivbild)
Die Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr gehen weiter. (Archivbild) © Stefan Puchner/dpa
Nürnberg

Die Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr gehen am Freitag in den dritten Tag. In mehreren Kommunen, darunter Nürnberg, ruft die Gewerkschaft Verdi im laufenden Tarifkonflikt zum Ausstand auf. U-Bahnen, Busse und Trams sollen stehenbleiben. In anderen Städten wie München endet der Warnstreik dagegen mit Betriebsschluss in der Nacht zum Freitag. Wie üblich fahren S- und Regionalbahnen, weil sie andere Betreiber haben.

In Nürnberg wird am Freitag der erste Streiktag mit spürbaren Auswirkungen erwartet. Der Ausstand soll dort bis Samstag gehen. Die Stadtwerke planen einen Ersatzfahrplan auf Basis der Nachtlinien. Für das Fußballspiel am Samstag raten sie zur Nutzung der S-Bahn. Die Nachbarstädte Schwabach und Fürth werden am Freitag den zweiten Tag in Folge bestreikt, dort sind Notfahrpläne beziehungsweise Notbetrieb geplant.

In Augsburg war der stärkste Teil des Streiks bereits am Donnerstag, hier sind am Freitag nur noch die Werkstätten betroffen, weswegen es den Stadtwerken zufolge aber noch zu einzelnen Ausfällen kommen kann.

Bis Sonntag in Bayreuth

In Passau geht der Warnstreik am Freitag in den zweiten Tag und soll bis zum Betriebsschluss Samstagabend anhalten. Sonntagfrüh werde alles wieder normal fahren, sagte ein Gewerkschaftssprecher. In Dachau steht der dritte und letzte Tag des Streiks bei den dortigen Stadtbussen an.

Am längsten sollen sich die Warnstreiks in Bayreuth ziehen - allerdings mit einer Unterbrechung. Nach einem ganztägigen Warnstreik am Donnerstag soll es dort am Freitag erst ab 14.00 Uhr weitergehen, um Schüler und Pendler nicht so stark zu treffen. Dafür endet der Warnstreik dort erst am Sonntag um 14.00 Uhr.

Hintergrund des Warnstreiks ist der laufende Tarifkonflikt. Am kommenden Montag (23. März) steht der nächste Verhandlungstermin mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) an. Bei den bisherigen drei Gesprächen gab es keine Einigung.

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die etwa 9.000 Beschäftigten in mehr als 20 Unternehmen eine Lohnerhöhung um fast 670 Euro sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Die Kommunen weisen das als unbezahlbar zurück. Ihren Berechnungen zufolge würde eine Erfüllung der Verdi-Forderungen die Personalkosten im kommunalen Nahverkehr um 25 Prozent in die Höhe treiben.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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