Warmer Frühling könnte für Kreuzottern zum Problem werden

Der warme Frühling könnte nach Ansicht eines Reptilienexperten zum Problem für die stark gefährdete Kreuzotter werden. Die jungen Schlangen ernährten sich vor allem von Grasfröschen, sagte Hubert Laufer vom Naturschutzbund Deutschland.
| dpa
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen
Eine Kreuzotter liegt im Gras. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild
dpa Eine Kreuzotter liegt im Gras. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild

Nürnberg - Der warme Frühling könnte nach Ansicht eines Reptilienexperten zum Problem für die stark gefährdete Kreuzotter werden. Die jungen Schlangen ernährten sich vor allem von Grasfröschen, sagte Hubert Laufer vom Naturschutzbund Deutschland. Wegen der Trockenheit seien viele Gewässer ausgetrocknet und die Kaulquappen zugrunde gegangen. Im Herbst könnten deshalb viele junge Kreuzottern verhungern. Die Giftschlange steht in Deutschland auf der Roten Liste, vor allem weil ihr Lebensraum schwindet.

Auch der Klimawandel setzt den Schlangen möglicherweise zu. "Die Kreuzotter mag es warm, aber nicht zu warm. Was wir feststellen ist, dass die Kreuzotter in Süddeutschland in den niedrigeren Lagen fast vollständig verschwunden ist", sagte Laufer. Genau erforscht sei das aber noch nicht.

Allein in Bayern listet das Landesamt für Umwelt seit 2003 mehr als 100 Schutzprojekte für die Kreuzotter. Eins davon befindet sich am Main-Donau-Kanal in Nürnberg, wo die einzige stabile Population innerhalb einer Stadt in Deutschland lebt. Deren Bestand habe sich auf 50 bis 70 Tiere stabilisiert, sagte der Biologe Stefan Böger von der Bezirksregierung von Mittelfranken. "Das ist heutzutage eine gute Nachricht", sagt Böger.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren