Wandertouren in Münchner Umland: Ohne Anstrengung in die Berge

Wege in die Berge müssen nicht immer nur schweißtreibend sein – man kann auch genussvoll wandern. Die AZ zeigt eine Auswahl leichter Wanderungen zu hübschen Hütten.
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So schön ist die Aussicht von der Kriegergedächtniskapelle am Kramerplateauweg auf die Berge.
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Tolle Aussichten erwarten den Wanderer auf der Korbinianshütte.
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Hinten leuchtet der Tegernsee.
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Auf der Deindlalm tummeln sich bei schönem Wetter viele Menschen.
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Die bayerische Wildalm, dahinter die Halserspitz.
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Das Gipfelglück gehört doch zu den schönsten Erlebnissen eines Wanderers. Und besonder schön ist es, wenn man dieses Glück mit einem feinen Käse, einem alkoholfreien Weißbier oder einer kühlen Apfelschorle quasi komplettieren kann.

Der Aufstieg zu einer Alm macht das Wandern daher doppelt schön: Denn beim Aufstieg muss man weniger Essen und Trinken mitschleppen – und man weiß schon unten, dass man oben herrlich sitzen und in die pittoreske Landschaft wird schauen können.

Die Wanderungen, die wir Ihnen hier vorstellen, stammen auf dem Buch "Meine Lieblingsalm für Senioren" (J. Berg, 14,99 Euro). Ihnen gemein sind nicht zu steile Aufstiege und schöne Hütten auf dem Weg.

Geeignet sind die Touren freilich nicht nur für Senioren, auch als gemütlicher Geher oder mit Kindern kann man sie gut bewältigen. Außerdem bieten viele Touren Erweiterungsmöglichkeiten, die fitte Bergfexe jeden Alters mit mehr Gehzeit und tollen Aussichtspunkten locken.

Einige Wanderungen sind mit Bus und Bahn erreichbar.

Viel Spaß!


Martinshütte am Grasberg: Seen und Ruinen

So schön ist die Aussicht von der Kriegergedächtniskapelle am Kramerplateauweg auf die Berge.
So schön ist die Aussicht von der Kriegergedächtniskapelle am Kramerplateauweg auf die Berge.

So schön ist die Aussicht von der Kriegergedächtniskapelle am Kramerplateauweg auf die Berge.

Startpunkt: Wanderparkplatz in der Pflegerseestraße in Garmisch
Gehzeit: 2,30 Stunden
Martinshütte: Dienstag Ruhetag, 10 bis 17 Uhr

Wir wählen den kleinen Wanderweg, der parallel zur geteerten Pflegerseestraße verläuft. Wir wandern zunächst zum Schmölzersee und umrunden ihn. Danach geht's zur Burgruine Werdenfels. Von dort orientieren wir uns in Richtung Pflegersee, der Kellerleitensteig führt uns von dort immer näher an die Martinshütte heran, die wir dann über eine Almzufahrtsstraße erreichen.

Zurück folgen wir dem Kramerplateauweg in nördlicher Richtung. Dieser Wegabschnitt führt uns zum Ausgangspunkt und ist sehr reizvoll.


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Korbinianshütte: Ein herrlicher Spaziergang für alle, die nicht (mehr) gut zu Fuß sind

Tolle Aussichten erwarten den Wanderer auf der Korbinianshütte.
Tolle Aussichten erwarten den Wanderer auf der Korbinianshütte.

Tolle Aussichten erwarten den Wanderer auf der Korbinianshütte. 

Startpunkt: Talstation des Kranzberglifts in Mittenwald
Anreise mit der Bahn: Mit dem Regionalzug nach Mittenwald, von dort 30 Minuten Fußweg bis zur Talstation. Für Autofahrer: gebührenpflichtige Parkplätze an der Talstation
Gehzeit: 25 Minuten (bei Nutzung der Kranzbergbahn, sonst Aufstieg 1,15 Stunden)
Korbinianshütte: Im Sommer täglich von 10-17 Uhr, bis 30. Juni freitags Ruhetag

Diese Wanderung ist in ihrer einfachen Variante eher ein kurzer Spaziergang – eine wunderbare Option, wenn man gerade nicht gut zu Fuß ist oder sich einmal eine entspannte Aussicht gönnen möchte.

Die 150 Höhenmeter erledigt der Kranzberglift für uns (täglich 9 Uhr bis 16.20 Uhr, einfache Fahrt 6 Euro, hin- und zurück 8,50 Euro). An der Bergstation bietet sich die Möglichkeit, noch den Gipfel zu stürmen. Dafür folgen wir einem geteerten Weg, der uns in gut 40 Minuten auf den hohen Kranzberg bringt. Zurück geht es wie auf dem Hinweg. An der Bergstation folgen wir der Beschilderung zur Korbinianshütte, die wir in 25 Minuten erreichen. Von der Korbinianshütte können wir ins Tal absteigen (180 Höhenmeter abwärts, 1,5 Kilometer Strecke). Der Weg führt uns an alten, knorrigen Buchen vorbei.

Alternative: Wenn Sie selbst bis zur Korbinianshütte aufsteigen wollen sollten Sie noch einmal zusätzliche eineinviertel Stunden einplanen. Start ist die Talstation, hier der Beschilderung "Kobinianshütte" und "St. Anton" folgen. Es geht hinauf zur Rodelbahn, dann über die Straße, die direkt zur Korbinianshütte führen würde. Dieser nicht folgen, sondern dem Weg in den Wald hinein. So erreichen Sie den Lift, entlang dem es hinaufgeht. Nach Erreichen der Bergstation geht's wie beschrieben zur Korbinianshütte.


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Berggasthaus Galaun: Blick auf den Tegernsee

Hinten leuchtet der Tegernsee.
Hinten leuchtet der Tegernsee.

Hinten leuchtet der Tegernsee.

Startpunkt: Wanderparkplatz in Rottach-Egern
Anreise mit der Bahn: Mit der Bob nach Tegernsee, dort den Bus 9559 (Rottach-Egern) bis zur Haltestelle Schwaighof nehmen, wer die alternative, lange Route wählt, fährt nach Tegernsee.
Gehzeit: 1,15 Stunden, bzw. 4 Stunden (große Runde)
Berggasthaus Galaun: Ganzjährig bewirtschaftet, Dienstag Ruhetag

Von Rottach-Egern führt ein direkter Anstieg zum Berggasthaus Galaun. Achtung: Teilweise ist die Strecke recht steil. Schnell erreichen wir das Gasthaus. Hier können wir wunderbar rasten oder gleich weiter zum Riederstein gehen.

Hier erwartet uns ein kleines Kirchlein, das wir über einen Kreuzweg erreichen. Wer möchte, kann den Weiterweg zum Baumgartenschneid wagen. Dieser Teil der Tour wird allerdings deutlich rutschiger und die Wanderung dauert eineinhalb Stunden länger.

Alternative: Große Rundwanderung ab Tegernsee (4 Stunden). Wir starten am Tegernsee und steigen in Richtung Riedersteinhaus auf. Über den Riederstein und Baumgartenschneid geht es weiter. Dort orientieren wir uns in Richtung Sagfleckl, um über die Hubertushütte wieder durch das Alpbachtal zum Tegernsee zu kommen.


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Deindlalm: Gemütlich auf die Hütte

Auf der Deindlalm tummeln sich bei schönem Wetter viele Menschen.
Auf der Deindlalm tummeln sich bei schönem Wetter viele Menschen.

Auf der Deindlalm tummeln sich bei schönem Wetter viele Menschen.

Startpunkt: Wanderparkplatz Schweibern bei Samerberg
Gehzeit: 1,15 Stunden, Alternative Aufstieg zum Heuberg insgesamt: 3 Stunden
Deindlalm: Ganzjährig

Vom Wanderparkplatz folgen wir dem Weg in den Wald. Wir bleiben die ganze Zeit auf dem Hauptweg – Abzweigungen ignorieren wir. Nach einer Lichtung orientieren wir uns in Richtung Heuberg und Daffnerwaldalm. Von dort können wir zur Deindlalm hinüberlaufen.

Wer trittsicher ist und einen etwas steileren Anstieg nicht scheut, kann noch weiter bis zum Heuberg hinauflaufen. Der Anstieg dauert 45 Minuten.


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Gufferthütte: Kulinarische Erlebnisse und luftige Höhen

Die bayerische Wildalm, dahinter die Halserspitz.
Die bayerische Wildalm, dahinter die Halserspitz.

Die bayerische Wildalm, dahinter die Halserspitz.

Startpunkt: Parkplatz Köglboden an der Straße Achenkirch-Steinberg
Anreise mit der Bahn: Vom Bahnhof Tegernsee mit dem Bus 9550 in Richtung Pertisau. Umsteigen in Achenkirch, Abzweigung Steinberg. Dort in den Bus 4080 umsteigen. Aussteig an der Haltestelle Gufferthütte
Gehzeit: 2,30 Stunden, Alternativen mit Aufstieg zur Halserspitze und Schneiderjoch 5 Stunden Gehzeit
Gufferthütte: Mitte Mai bis Mitte Oktober

Der Anstieg dauert zwei Stunden, erfolgt jedoch auf einer Forststraße und ist so relativ entspannt. Vom Parkplatz wandern wir am Bach entlang und folgen dem Weg durch Wald und über Bergwiesen.

An der Hütte angekommen, locken feine, aber bodenständige Gerichte vom Wirt und gelernten Koch Marco Gstrein. Wir können hier verweilen und wieder absteigen. Wer allerdings noch Reserven hat, kann sich weiter in Richtung Halserspitz aufmachen. Der Aufstieg erfordert noch einmal weitere eineinhalb Stunden.

Jedoch: Von hier aus kommt man recht bequem auf den Gipfel. Wer sich ihm von Wildbad Kreuth aus nähert, muss ausgesetzte Steige überwinden.

Von der Gufferthütte biegen wir ein paar Meter unterhalb der Gebäude nach links ab und gelangen zum Hochmoor der Bayerischen Wildalm.

Hinter der Selbstversorgerhütte geht es hinauf zu einem Sattel, an dem wir uns nach rechts wenden und durch die latschenbestandenen Südhänge der Halserspitze hinauf den Kamm erreichen. Von hier aus geht es zum Gipfel empor. Belohnt werden wir mit einer Aussicht auf Tegernsee, die Bayerischen Voralpen und das Karwendelgebirge. Eine weitere Möglichkeit ist der Aufstieg von der Gufferthütte zum Schneidjoch. Für den Aufstieg benötigt man hier ebenfalls eineinhalb Stunden.

Wem das für einen Tag zu lange ist, der kann auf der Gufferthütte übernachten. Es stehen 58 Betten zu Verfügung.


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Geführte Touren: Blumenwanderungen Kampenwand

Man geht an einigen bunten Blumen vorbei, wenn man in den Bergen unterwegs ist. Doch wie heißen sie alle bloß?

Auf der Kampenwand kann man sich das von fachkundigen Frauen erklären lassen. Die Landfrauen der Gruppe "Bauernland und Bauersleut" bieten wieder geführte Wanderungen an. Sie erzählen allerhand – über die Berge, die Blumen, die Almwirtschaft.

Los geht es an diesem Wochenende, dann werden die leichten geführten Wanderungen bis zum 3. Oktober angeboten.

Start ist jeden Tag um 11 Uhr. Eine der Landfrauen erwartet interessierte Gäste um diese Zeit an der Bergstation der Kampenwandbahn Aschau.

Eine Anmeldung braucht es nicht, allerdings festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung.

Die Wanderungen kosten 15 Euro für Erwachsene, Gruppen (bis 25 Erwachsene) zahlen zusammen 180 Euro.

Weitere Informationen bekommen Sie bei der Gruppe "Bauernland und Bauersleut" im Netz unter www.bavarian-walking.de.


Sicherheit am Berg im Frühjahr: Diese Tipps gibt der Alpenverein

Es hat viel geschneit in diesem Winter und das merkt man auch an den Bergen. Hier liegt immer noch viel Altschnee, vor allem dort, wo die Sonne nur selten oder gar nicht hinkommt.

Der Deutsche Alpenverein mahnt deshalb zur Vorsicht. Vielerorts komme man schon bis 1.700 Meter – nordseitig und in höheren Lagen seien Schneefelder aber keine Ausnahme.

Obacht beim Überqueren! "Besondere Vorsicht ist an steilen und hartgefrorenen Schneefeldern geboten. Wer abrutscht, erreicht schnell hohe Geschwindigkeiten, und das oft felsige Gelände am unteren Ende wird zur gefährlichen Falle", sagt Robert Mayer vom DAV.

Schneefelder sollten nur überquert werden, wenn man viel bergsteigerische Erfahrung mitbringt und die entsprechende Ausrüstung besitzt.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind die Temperaturunterschiede zwischen Berg und Tal. Selbst wenn es unten so warm ist, dass man den Pulli daheimlassen möchte, am Gipfel kann es recht zapfig sein. Ein Beispiel des DAV: Sind am Chiemsee noch 20 Grad vorhergesagt, liegt die erwartete Temperatur am 1.838 Meter hohen Wendelstein nur bei acht Grad. "Warme und regensichere Kleidung inklusive Mütze darf in keinem Rucksack fehlen", sagt Mayer.

Und ein Tipp noch zum Schluss: Übernehmen Sie sich nicht! Am Anfang der Saison muss sich der Körper wieder an die Belastung gewöhnen. Da tut es auch eine etwas kürzere Tour mit Einkehrmöglichkeit – eben wie die oben vorgestellten Touren.


Meine Lieblingsalm für Senioren

J.Berg Verlag
128 Seiten
ISBN-10: 3862460622
ISBN-13: 978-3862460625

Alle Fotos auf dieser Seite: Lisa und Wilfried Bahnmüller, Janina und Markus Meier / J. Berg Verlag
Alle Karten auf dieser Seite: Heidi Schmalfuß / Bruckmann Verlag.

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