Waldbrandgefahr steigt verbreitet auf zweithöchste Stufe

Hohe Waldbrandgefahr: In vielen Regionen Bayerns gilt nun die Warnstufe 4. Besonders betroffen ist der Norden des Freistaats. Was die Bürgerinnen und Bürger beachten sollten.
dpa |
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In vielen Teilen Bayerns wird die zweithöchste Warnstufe erreicht. (Symbolbild)
In vielen Teilen Bayerns wird die zweithöchste Warnstufe erreicht. (Symbolbild) © Daniel Karmann/dpa
München

Die Waldbrandgefahr ist in weiten Teilen Bayerns auf Stufe 4 gestiegen - also auf den zweithöchsten Wert. Vor allem im Nordwesten und der Mitte des Freistaats besteht laut Deutschem Wetterdienst (DWD) eine hohe Gefahr. 

Die unterfränkische Stadt Lohr am Main etwa hat inzwischen offenes Feuer wegen der akuten Brandgefahr komplett verboten. Das gilt auch für Feuer auf privaten Grundstücken, ausgenommen sind nur Grills. Selbst Grablichter sind nach Angaben der Kommune auf Wiesen sowie in Baum- und Heckennähe nicht erlaubt.

In die Bewertung der Waldbrandgefahr fließen unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Niederschlag ein. Der Waldbrandgefahrenindex des DWD reicht von Stufe 1 - sehr geringe Gefahr - bis Stufe 5 - sehr hohe Gefahr. In einzelnen Regionen Bayerns wird zur Wochenmitte sogar diese höchste Gefahrenstufe erwartet.

Verhaltensregeln zum Vermeiden von Waldbränden

Auch am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen steigt daher die Anspannung. An dem Berg war Anfang Mai ein Brand ausgebrochen, der nur unter größten Schwierigkeiten gelöscht werden konnte. In dem steilen und unwegsamen Gelände kamen unter anderem Löschhubschrauber zum Einsatz, der Katastrophenfall wurde ausgerufen. Ein Problem waren und sind verborgene Glutnester, die sich im Inneren dicker Bäume, in Wurzelstöcken oder unter der Erde befinden. 

Damit keine Brände entstehen, hat das Forstministerium Verhaltenshinweise veröffentlicht. Demnach darf zwischen März und Oktober im Wald nicht geraucht werden. Beim Autofahren dürfen keine Zigarettenkippen aus dem Fenster geworfen werden. Im Wald und in Waldnähe sind keine offenen Feuer erlaubt. Und: Autos dürfen nicht auf trockenem Gras parken, denn ein erhitzter Katalysator könnte dort ein Feuer entzünden. 

Grundsätzlich solle man so parken, dass Einsatzfahrzeuge nicht behindert würden, heißt es vom Ministerium. Wer Rauch oder Flammen entdeckt, soll sofort die 112 anrufen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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