Waldbrand am Saurüsselkopf ausgeweitet – Lage "dynamisch"

Mit elf Hubschraubern und 290 Einsatzkräften gegen die Flammen: Der Waldbrand am Saurüsselkopf hat sich ausgeweitet. Warum das steile Gelände die Brandbekämpfung zur Ausnahmesituation macht.
dpa |
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Dichter Rauch ist über dem Berg in den bayerischen Alpen zu sehen.
Dichter Rauch ist über dem Berg in den bayerischen Alpen zu sehen. © Gabriel Neumayr/dpa
Ruhpolding

Der Waldbrand am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen hat sich weiter ausgebreitet. Nach aktueller Lageeinschätzung seien rund 160 Hektar Fläche betroffen, teilte das Landratsamt Traunstein mit. Die genaue Schadensfläche könne aber erst nach Abschluss der Löscharbeiten verlässlich bewertet werden. Am Vortag war noch die Rede von rund 50 Hektar gewesen. 

"Die Lage im Einsatzgebiet bleibt weiterhin anspruchsvoll und dynamisch", hieß es in einer Mitteilung. Die Hubschraubereinsätze zeigten erste Wirkung, der Brand weite sich aber weiter aus. Die Lage im Bereich der Landesgrenze zu Österreich werde besonders beobachtet. Seit Montag gilt bereits der Katastrophenfall. 

Brandbekämpfung aus der Luft

Der Schwerpunkt liegt auf der Brandbekämpfung aus der Luft. Hubschrauber sind das zentrale Mittel zur Brandbekämpfung. Aktuell sind laut Behörde elf Hubschrauber im Einsatz: Drei von der Bundeswehr, vier von der Landespolizei, einer von der Bundespolizei, ein Hubschrauber der Landespolizei Baden-Württemberg sowie zwei Hubschrauber von Heli Austria.

Weil das Gebiet schwer zugänglich ist, wird vor allem aus der Luft gelöscht.
Weil das Gebiet schwer zugänglich ist, wird vor allem aus der Luft gelöscht. © Matthias Brüning/dpa

Rund 290 Einsatzkräfte kämpfen derzeit gegen die Flammen. Unter anderem sind Feuerwehr, Bergwacht, Rettungsdienst, Polizei, Katastrophenschutz, Forstbehörden und Gemeinde beteiligt. "Der Einsatz bleibt aufgrund des steilen, Fels durchsetzten und schwer zugänglichen Geländes besonders kräftezehrend." Verletzt wurde aber bisher niemand.

An die zehn Helikopter helfen beim Löschen aus der Luft.
An die zehn Helikopter helfen beim Löschen aus der Luft. © Matthias Brüning/dpa

Zentrales Ziel bleibt das Trinkwasserschutzgebiet Laubau und der Schutz der dortigen Trinkwasserquelle, die rund 30.000 Menschen versorgt. Es bestehe aber keine akute Gefährdung der Trinkwasserversorgung - und auch keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung.

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