Wagner: "Arbeitsaufkommen hat sich vervielfacht"

Die Chefin der Bayreuther Festspiele, Katharina Wagner (41), hat nach eigener Einschätzung noch viel mehr zu tun als seinerzeit ihr Vater Wolfgang. "Viele bemängeln ja, dass er präsenter war als ich und dass er immer nahezu überall zugleich war.
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Die künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin der Bayreuther Festspiele, Katharina Wagner im Festspielhaus. Foto: Nicolas Armer/Archivbild
dpa Die künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin der Bayreuther Festspiele, Katharina Wagner im Festspielhaus. Foto: Nicolas Armer/Archivbild

Bayreuth - Die Chefin der Bayreuther Festspiele, Katharina Wagner (41), hat nach eigener Einschätzung noch viel mehr zu tun als seinerzeit ihr Vater Wolfgang. "Viele bemängeln ja, dass er präsenter war als ich und dass er immer nahezu überall zugleich war. Aber das Arbeitsaufkommen hat sich gegenüber früheren Jahren vervielfacht", sagte sie im Interview der Deutschen Presse-Agentur in Bayreuth vor dem Start der Richard-Wagner-Festspiele am 25. Juli. Der Organisationsaufwand sei "wesentlich angestiegen". "Man kann seine Arbeit und meine nicht ganz vergleichen, obwohl es oberflächlich gesehen eigentlich auf der Hand liegen würde."

Natürlich gebe es die Erwartung, die Festspielleiterin vor allem am Eröffnungstag der Festspiele zu sehen. "Aber dieser Tag ist einer der schwierigsten, weil man sich aufteilen muss zwischen dem Festspielhaus und der Kinoübertragung, die ich mitmoderiere. Es ist eine Frage der permanenten Abwägung, was gerade dringlicher ist, und da ist es allerdings auch manchmal ein bisschen so: Wie man es macht, ist es falsch."

Seit 2008 ist Katharina Wagner die Leiterin des wohl bekanntesten Klassikspektakels der Republik. Sie trat damals die Nachfolge ihres Vaters Wolfgang Wagner an, der die Festspiele jahrzehntelang geleitet hatte. In diesem Jahr hätte der 2010 gestorbene Intendant seinen 100. Geburtstag gefeiert. Ihm zu Ehren gibt es am Abend vor der Festspieleröffnung einen Festakt. Er wäre zufrieden mit seiner Nachfolgerin, glaubt Katharina Wagner. "Gut. Schön. Passt.", würde er wohl sagen. "Aber er würde wahrscheinlich fragen, ob dieses Facebook-Zeug sein muss."

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