Wacker Chemie schreibt wieder schwarze Zahlen

Die deutsche Chemieindustrie ist in sehr schwieriger Lage. Bei Wacker Chemie gibt es einen Hoffnungsschimmer: Nach hohen Verlusten 2025 war das erste Quartal wieder profitabel.
dpa |
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Das Wacker-Hauptgebäude in München. Der Chemiekonzern ist in der schwierigsten Lage seit Jahrzehnten. (Archivbild)
Das Wacker-Hauptgebäude in München. Der Chemiekonzern ist in der schwierigsten Lage seit Jahrzehnten. (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa
München

Nach einem hohen Verlust 2025 hat der Münchner Chemiekonzern Wacker im ersten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. In den ersten drei Monaten erwirtschaftete das Unternehmen einen Nettogewinn von 15,3 Millionen Euro - ein Jahr zuvor waren es 3,4 Millionen Euro Verlust gewesen. 

Grund war nach Worten von Vorstandschef Christian Hartel unter anderem der Iran-Krieg, der zu vorgezogenen Kundenbestellungen führte. Der Umsatz sank um fünf Prozent auf 1,41 Milliarden Euro, laut Wacker vor allem wegen des schwachen US-Dollars.

Wacker ist auf drei Bereiche spezialisiert: Der Konzern ist nach Firmenangaben führender Hersteller hochreinen Polysiliziums, dem Grundmaterial für Computerchips. Daneben stehen Silikone, aus denen unter anderem Harze und Öle hergestellt werden, sowie Polymere für die Produktion verschiedener Baustoffe. Viertes Geschäftsfeld ist die Biotechnologie. 2025 hatte Wacker einen Nettoverlust von 805 Millionen Euro gemeldet. 

Grundlegende Besserung nicht in Sicht 

Der Ausblick auf das restliche Jahr bleibt trüb: Eine Trendwende ist nach Hartels Worten bislang nicht abzusehen. Um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen, hatte der Wacker-Vorstand 2025 ein großes Sparprogramm eingeleitet, das die Kosten um jährlich 300 Millionen Euro reduzieren soll. Insgesamt will das Management 1.500 Stellen abbauen, den Großteil in Deutschland. "Bereits im laufenden Geschäftsjahr werden signifikante Einsparungen aus dem Programm wirksam werden", sagte Hartel.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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