VW-Tochter Traton will MAN von der Börse nehmen

Die VW-Lastwagentochter Traton will die MAN SE von der Börse nehmen und die Aktien einziehen. Die noch verbliebenen Minderheitsaktionäre der MAN SE sollen eine "angemessene Barabfindung" erhalten, teilte Traton am Freitagabend in München mit.
| dpa
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München - Die VW-Lastwagentochter Traton will die MAN SE von der Börse nehmen und die Aktien einziehen. Die noch verbliebenen Minderheitsaktionäre der MAN SE sollen eine "angemessene Barabfindung" erhalten, teilte Traton am Freitagabend in München mit. Die Höhe stehe noch nicht fest.

Traton hält bereits 94,36 Prozent des Grundkapitals der MAN SE. Der Traton-Vorstand habe mit Zustimmung des Aufsichtsrats und der Volkswagen-Gremien das Squeeze-Out beschlossen. Ziel sei, die Konzernstruktur zu optimieren, teilte Traton mit.

Bei der letzten Hauptversammlung 2019 waren die MAN-Aktionäre sauer auf VW gewesen: Der Großaktionär habe MAN ausgeschlachtet und die Kleinaktionäre "mehr als schäbig" behandelt, lautete der Vorwurf.

Künftig würde die MAN-Lastwagensparte Truck and Bus ohne Umweg über die MAN SE direkt Traton unterstehen, ebenso wie der schwedische Lastwagenbauer Scania. Die bisher von der MAN SE gehaltene Beteiligung an Scania ginge an Traton. Die Beteiligung am chinesischen Lkw-Bauer Sinotruk und der südamerikanische Lastwagenbauer VW Caminhoes gehören zur Traton-Tochter MAN Finance Luxemburg. Traton ist auch am US-Lastwagenbauer Navistar beteiligt und will ihn komplett übernehmen.

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