VW stellt Fahrassistenz-Entwicklung in Europa neu auf

Gas geben, bremsen, die Spur halten - und bald Hände vom Steuer? Die Entwicklung automatisierter Fahrfunktionen ist kompliziert. Volkswagen bündelt nun die Kräfte in Europa - und will Tempo machen.
dpa |
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Eine neue Einheit soll die Entwicklung von Fahrassistenzsystemen im VW-Konzern beschleunigen. (Archivbild)
Eine neue Einheit soll die Entwicklung von Fahrassistenzsystemen im VW-Konzern beschleunigen. (Archivbild) © Hannes P. Albert/dpa
Wolfsburg

Der Autokonzern Volkswagen bündelt die Entwicklung von Fahrerassistenzsysteme und hochautomatisiertem Fahren in Europa in einer neuen Organisation. Das geht aus einer internen Ankündigung im VW-Intranet hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. In der Einheit mit dem Namen "OneTeam" werden die Kompetenzen der Softwaretochter Cariad und der Konzernmarken zusammengeführt. Das Ziel sei, schneller und direkter zusammenzuarbeiten und die Entwicklungsgeschwindigkeit zu steigern.

Der Aufbau der Einheit hat demnach begonnen, formell soll sie im November die Arbeit aufnehmen. Konzernentwicklungschef Werner Tietz sprach von einem weiteren Schritt zur Effizienzsteigerung im Rahmen der Transformation. Klare Verantwortung entstehe durch die Führung von Audi. Cariad-Chef Peter Bosch zufolge bildet der Schritt die Grundlage für eine höchst wettbewerbsfähige, gemeinsam konzernweit nutzbare Technologieplattform. 

Geleitet wird die neue Einheit von Manuel Birke, dem Cariad-Technikchef für Fahrerassistenzsysteme. Er berichtet künftig sowohl an den Audi- als auch den Cariad-Vorstand. Weitere Einzelheiten blieben zunächst offen. 

Neuausrichtung von Cariad

Die VW-Softwaretochter befindet sich bereits seit einiger Zeit im Umbruch: Konzernchef Oliver Blume lässt im Gegensatz zu seinem Vorgänger weniger selbst entwickeln - und setzt stattdessen auf externe Partner wie Xpeng in China oder Rivian in den USA. Eine Zusammenarbeit mit dem Autozulieferer Bosch bei automatisierten Fahrfunktionen war im Juli beendet worden. 

Cariad fokussiert sich nun unter anderem auf die Eigenentwicklung von Schlüsseltechnologien - wie Fahrdynamik-Software, Cloud-Anwendungen und Infotainment-Systeme. Seit Ende 2023 schrumpfte das Unternehmen von rund 6.500 auf etwa 4.300 Beschäftigte. Künftig sollen nochmals rund 1.000 Stellen wegfallen. "Wir bauen Cariad auf eine neue, kleinere und auf Geschwindigkeit ausgerichtete Tech-Organisation mit wettbewerbsfähigen Arbeitsbedingungen um", hieß es zuletzt von einem Sprecher.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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