Vorsicht abseits der Pisten - Lawinengefahr bleibt hoch
Schnee, Schnee, Schnee - während sich im Flachland die Lage nach den heftigen Schneefällen entspannt hat, bleibt die Situation in den Bergen gefährlich: Oberhalb von 1.600 Metern herrscht vor allem in den Allgäuer und Werdenfelser Alpen große Lawinengefahr - das entspricht der Warnstufe vier auf der fünfteiligen Skala - wie der Lawinenwarndienst Bayern mitteilte. Unterhalb dieser Höhe gilt vielerorts erhebliche Gefahr, was der Warnstufe drei von fünf entspricht.
Lawinen können auch Wege treffen
Das Hauptproblem sei der Neuschnee. Lawinen könnten sich von selbst oder durch geringe Zusatzbelastung durch Skifahrer lösen, hieß es. Schneebrettgefahr herrsche sogar in steilen Lichtungen oder Schneisen im Bergwald. Aus sehr steilem Gelände könnten Lockerschneelawinen abgehen. Lawinen könnten groß werden und bis ins Flache vordringen. Auch exponierte Wege könnten getroffen werden.
In Österreich starben in den vergangenen Tagen drei Wintersportler in Lawinen. Zuvor war Anfang der Woche ein Skitourengeher im Allgäu am Iseler tödlich verunglückt. Der 46-Jährige war allein unterwegs und hatte laut Polizei offensichtlich selbst die Lawine ausgelöst. Ende Januar gab es in Österreich allein an einem einzigen Tag drei Unglücke mit acht Toten. Nach Lawinenunglücken zählt in aller Regel jede Minute. Schon nach zehn Minuten unter dem Schnee sinkt die Überlebenschance rapide, es droht Ersticken.
Nass, grau, ungemütlich
Vorerst bleibt das Wetter im Freistaat ungemütlich. In der Nacht zum Samstag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) im Bergland noch leichten Schneefall. Teils droht auf den Straßen vor allem im östlichen Mittelgebirgsraum wie auch in Niederbayern Glätte durch gefrierende Nässe.
Anschließend soll bis Montag Tauwetter einsetzen. Teils gibt es viel Regen mit um die 50 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, im Bayerischen Wald bis zu 70 Liter.
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