Von Bahn überrollt: Schüler verliert Bein

2010 rutschte der Schüler am Bahnsteig aus und geriet ins Gleis. Sein Fuß musste amputiert werden. Jetzt muss die Deutsche Bahn über 38 000 Euro Schmerzensgeld zahlen.  
| dpa
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2010 rutschte der Schüler am Bahnsteig aus und geriet ins Gleis. Sein Fuß musste amputiert werden. Jetzt muss die Deutsche Bahn über 38 000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Nürnberg – Nach einem folgenschweren Unfall an einem Bahnsteig bekommt ein Schüler aus Mittelfranken mehr als 38 000 Euro von der Deutschen Bahn. Das Landgericht Nürnberg-Fürth sprach ihm am Mittwoch 35 000 Schmerzensgeld sowie 3 317,65 Euro Schadenersatz zu. Nach Angaben eines Gerichtssprechers ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

Der Jugendliche war im Februar 2010 nach einem Discobesuch im Bahnhof Reichenschwand (Landkreis Nürnberger Land) verunglückt. Der damals 16-Jährige war auf dem Bahnsteig ausgerutscht und mit seinem linken Fuß ins Gleis geraten. Ein einfahrender Zug überrollte den Fuß, der trotz mehrerer Operationen amputiert werden musste.

Die Zivilkammer erläuterte nun am Mittwoch, dass der Bahnsteig in Reichenschwand trotz des damaligen Winterwetters zum Unfallzeitpunkt nur zum Teil geräumt war. Der Streifen zwischen der Sicherheitslinie und der Bahnsteigkante sei nicht vom Schnee befreit gewesen. Der Bahnsteig sei so nicht sicher genug gewesen. Ursprünglich hatte das Unfallopfer vor Gericht 60 000 Euro gefordert.

 

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