"Vogel des Jahres" - wer hat den Schnabel bisher vorn?

Halbzeit bei der Wahl zum "Vogel des Jahres": Mehr als 100.000 Menschen haben bisher abgestimmt. Bis zum 15. Oktober bleibt es noch spannend.
dpa |
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Bisher führt die Mehlschwalbe bei der Wahl zum "Vogel des Jahres". (Symbolbild)
Bisher führt die Mehlschwalbe bei der Wahl zum "Vogel des Jahres". (Symbolbild) © Patrick Pleul/dpa
Hilpoltstein/Berlin

Die Mehlschwalbe führt aktuell bei der Wahl zum "Vogel des Jahres" 2027. Der Kranich liegt dagegen nach Angaben des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu) zurzeit ganz hinten. Das kann sich den Fachleuten zufolge noch ändern, denn es ist gerade Halbzeit bei der Abstimmung von Nabu und vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV). Diese läuft noch bis zum 15. Oktober um 11.00 Uhr. 

Rund 105.000 Menschen haben demnach bisher im Internet für einen der fünf gefiederten Kandidaten votiert. Bis zum Ende der Abstimmung erwarten die Naturschutzverbände in etwa noch einmal genauso viele Stimmen. Um den Titel bewerben sich diesmal Kolkrabe, Kranich, Mehlschwalbe, Trauerschnäpper und Wasseramsel. 

Botschafter für ein wichtiges Naturschutzthema

Nabu und LBV küren den "Vogel des Jahres" seit mehr als 50 Jahren. Seit 2021 darf die Bevölkerung ihn wählen – allerdings treffen die Naturschutzverbände immer eine Vorauswahl von fünf Vögeln. Dabei steht jede Art für ein wichtiges Naturschutzthema, das in den Fokus gerückt werden soll.

Im vergangenen Jahr beteiligten sich laut den beiden Naturschutzverbänden mit gut 184.000 Menschen so viele wie noch nie an der Online-Wahl. Dazu beigetragen hatten nach Angaben des Nabu zwei reichweitenstarke Podcasts, die jeweils für einen anderen Kandidaten geworben und dadurch tausende Stimmen eingeholt hatten. Fast 27.000 Stimmen kamen laut dem LBV bei der öffentlichen Jahresvogel-Wahl aus Bayern. 

"Vogel des Jahres" 2026 wurde mit deutlichem Abstand das Rebhuhn - und damit eine Art, die dem LBV zufolge auf unseren Feldern selten geworden ist. Um 1990 ist der Bestand demnach drastisch eingebrochen, weil das Rebhuhn in der von Monokulturen geprägten Agrarlandschaft zu wenig Nistplätze und Nahrung findet.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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