Viktor Orban kommt nach München: Im Bayerischen Landtag gibt es Streit

Der bevorstehende Auftritt des umstrittenen ungarischen Regierungschefs Viktor Orban am kommenden Montag im Landtag hat am Donnerstag für lautstarken Zoff im Parlament gesorgt.
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Auch Horst Seehofer wird bei dem Festakt eine Rede halten.
dpa Auch Horst Seehofer wird bei dem Festakt eine Rede halten.

Der bevorstehende Auftritt des umstrittenen ungarischen Regierungschefs Viktor Orban am kommenden Montag im Landtag hat am Donnerstag für lautstarken Zoff im Parlament gesorgt.

München - In einer teilweise turbulenten Debatte stritten CSU und Opposition darüber, ob der Auftritt Orbans in Ordnung geht oder nicht.

Das ungarische Konsulat hat für Montagabend in den Senatssaal des Landtags geladen. Neben Orban wird auch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) eine Festrede halten. Mit dem Festakt soll an den 60. Jahrestag der Revolution in Ungarn erinnert werden.

Lesen Sie hier: Seehofer besucht Orban: Er darf das

SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher bezeichnete Orban erneut als "Autokraten und Europazerstörer". Und diesem Mann solle im Landtag, "im bayerischen Herzen von Demokratie, Freiheit und Menschenrechten", ein Forum geboten werden. "Bei Europas schlimmstem Autokraten sagt man "Herzlich Willkommen"."

Doch wenn man Orban den roten Teppich ausrolle, dann falle man denen in den Rücken, die sich in Ungarn für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte einsetzen, kritisierte er. Grünen-Fraktionschefin Margarete Bause nannte dies einen "Skandal".

Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) verteidigte die Veranstaltung. Er warf der Opposition im Gegenzug "mangelnden Respekt" vor demokratisch gewählten Regierungen vor. Franz Rieger (CSU) betonte, es handle sich am Montag um eine Veranstaltung zu Ehren des demokratischen Freiheitskampfes des ungarischen Volkes.

Hans Jürgen Fahn (Freie Wähler) forderte Seehofer auf, in seiner Festrede am Montag Kritik an Orban zum Ausdruck zu bringen - und eine Rückkehr des Landes "in das europäische Wertesystem" einzufordern.

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