Vesperkirchen bringen Menschen zusammen - Nürnberg startet

Mittagessen, Kultur, neue Freunde – in den Vesperkirchen entsteht ein Miteinander, das über den Winter hinaus bestehen bleibt.
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Die Nürnberger Vesperkirche öffnet als Erstes in Bayern ihre Türen, um Menschen bei Essen, Kultur und Gottesdiensten zusammenzubringen. (Archivbild)
Die Nürnberger Vesperkirche öffnet als Erstes in Bayern ihre Türen, um Menschen bei Essen, Kultur und Gottesdiensten zusammenzubringen. (Archivbild) © Daniel Vogl/dpa
Nürnberg

Ein warmes Mittagsessen, Konzerte, Theater, Kleidertausch oder eine neue Frisur - in Bayern öffnen die Vesperkirchen wieder ihre Türen, um Menschen in der kalten Jahreszeit zusammenzubringen. Den Anfang macht an diesem Sonntag die Vesperkirche in Nürnberg. Die in Schweinfurt folgt eine Woche später. Die Vesperkirchen in Augsburg, Memmingen und Coburg laden ab dem 1. März alle Menschen zu sich ein. 

500 Freiwillige helfen nach Angaben der Kirchengemeinde Nürnberg-Lichtenhof in diesem Jahr wieder bei der Vesperkirche mit. In etwa genauso viele Gäste erwartet das Organisationsteam bis zum 22. Februar. "Falls die Kälte andauert, vielleicht auch mehr, denn es besuchen uns, neben älteren und einsamen Menschen auch so manche Wohnungs- und Obdachlose", erläutert Brigitte Meyer. 

Freundschaften entstehen

Die Vesperkirche richtet sich an alle Menschen - ganz besonders aber an Bedürftige und Einsame. Viele von ihnen könnten sich einen Besuch im Theater oder beim Friseur nicht leisten, heißt es zur Begründung. In der Vesperkirche würden diese auf Menschen aus der Nachbarschaft treffen, die zum Beispiel in ihrer Mittagspause zum Essen kommen würden. 

Dadurch sitzen in der Vesperkirche Menschen an einem Tisch, die sonst nicht aufeinandertreffen. "So entstehen hier interessante, aufschlussreiche und oftmals befruchtende Begegnungen, Freundschaften und Erinnerungen, die über die Vesperkirchenzeit hinaus andauern", erläutert Meyer. 

Es ist inzwischen die elfte Vesperkirche in Nürnberg, 2016 fand diese zum ersten Mal statt. Ohne Spenden, Fördergelder und die vielen Freiwilligen sei diese nicht möglich, betont Meyer. Dennoch werde das Defizit in diesem Jahr wahrscheinlich wieder im fünfstelligen Bereich liegen.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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