Verunsicherte Verbraucher sparen vor Ostern
Die Verbraucherinnen und Verbraucher kaufen vor Ostern so wenig ein wie seit Jahrzehnten nicht. Der Handelsverband Bayern erwartet im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang von knapp sieben Prozent auf 336 MiIlionen Euro. Das sagte Verbandssprecher Bernd Ohlmann auf Anfrage. In den vergangenen Jahren hätten die Umsätze zumindest immer leicht zugenommen.
Kriege und Krisen verunsichern die Kundschaft
"Die Kaufzurückhaltung, die steigenden Spritpreise, die Energiepreise, die weltpolitischen Krisen, all das schlägt durch", sagte Ohlmann. "Und das merkt auch der Osterhase in diesem Jahr." An einen so deutlichen Umsatzrückgang in der Vergangenheit könne er sich nicht erinnern - "und ich bin schon ein Vierteljahrhundert dabei".
Kaufzurückhaltung beim Schoko-Osterhasen
Ein durchschnittlicher Haushalt gibt nach Zahlen des Handelsverbands üblicherweise etwa 50 Euro für Osterartikel aus: Schokolade und sonstige Süßigkeiten, Blumen, Dekorationsartikel und Spielwaren. Spürbar ist die Kaufzurückhaltung nach Ohlmanns Worten auch bei Schokolade, die im vergangenen Jahr erheblich teurer geworden ist: "In Bayern werden jedes Jahr so rund 25 Millionen Osterhasen verkauft im Ostergeschäft. Aber die Leute steigen um einfach auf andere Süßigkeiten." Die Entwicklung sei schon vor Weihnachten spürbar gewesen: "Die Leute haben einfach nicht so viel Schokolade gekauft."
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