Versuchter Mord mit 30 Stichen: Mann vor Gericht
Weil er mindestens 30 Mal mit dem Messer auf seine Frau eingestochen haben soll, steht ein 34-Jähriger von Mittwoch (9.30 Uhr) an in München vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord, schwere und gefährliche Körperverletzung vor.
Der Angeklagte soll im April vergangenen Jahres an der Wohnung der von ihm getrennt lebenden Frau gewartet haben und mit ihr zur Schule des gemeinsamen Sohnes gelaufen sein. Kurz vor der Schule habe er plötzlich und ohne Vorwarnung ein Messer gezückt und auf die Frau eingestochen.
Der Sohn war laut Staatsanwalt hinzugekommen und anwesend, als sein Vater in einer öffentlichen Grünfläche auf die Mutter einstach. Unmittelbar nach der Tat soll der Angeschuldigte seine eigene Mutter angerufen, ihr per Kamera die verletzte Frau gezeigt und gesagt haben, die Sache sei erledigt.
Wiederholt häusliche Gewalt
Das Paar war laut Staatsanwaltschaft seit 2015 verheiratet und hat zwei gemeinsame Kinder. Während der Beziehung kam es demnach wiederholt zu häuslicher Gewalt vonseiten des Mannes, die sich im Laufe der Beziehung zuspitzte, bis sich die Frau 2024 trennte. Daraufhin sei ein Kontaktverbot angeordnet worden, gegen welches der Mann immer wieder verstoßen habe. So auch am Tag der Tat.
Der Mann soll laut den Ermittlern immer wieder versucht haben, die Frau durch Drohungen zurück in eine Beziehung zu zwingen, zuletzt habe er ihr auch mit dem Tode gedroht. Das Landgericht München I hat neun Verhandlungstage angesetzt, das Urteil könnte demnach am 17. Februar fallen.
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