Verschärfte Kontrollen: Das gilt jetzt auf der Luegbrücke am Brenner

Aus Bayern mit dem Auto in den Süden: Diese Route führt oft über den Brenner. Dort muss man jetzt allerdings ganz besonders aufpassen.
Martina Scheffler
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Die Luegbrücke ist die längste Brücke der österreichischen Brenner-Autobahn A13. Die in den 1960er-Jahren erbaute Brücke wird seit März 2025 generalsaniert, der Bereich wird laut Asfinag für bis zu zwei Jahre pro Fahrtrichtung nur einspurig befahrbar sein.
Die Luegbrücke ist die längste Brücke der österreichischen Brenner-Autobahn A13. Die in den 1960er-Jahren erbaute Brücke wird seit März 2025 generalsaniert, der Bereich wird laut Asfinag für bis zu zwei Jahre pro Fahrtrichtung nur einspurig befahrbar sein. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/EXPA/Groder

Section-Control-Anlage: So nennt sich die neue Einrichtung auf der Brenner-Autobahn A13 in Österreich Richtung Süden. Dort müssen Autofahrer, die etwa aus Bayern Richtung Italien fahren wollen, jetzt ganz besonders vorsichtig sein. Seit diesem Monat wird zwischen der Luegbrücke und der Anschlussstelle Brenner-Nord die Geschwindigkeit elektronisch kontrolliert, wie die Asfinag mitteilte. Höchstens 60 Stundenkilometer sind erlaubt.

Damit soll den Angaben zufolge nicht nur die Sicherheit auf der stark beanspruchten und momentan durch Sanierungsarbeiten nur eingeschränkt befahrbaren Strecke erhöht, sondern auch der Verkehrsfluss harmonisiert werden, "indem Fahrzeuge stabil im erlaubten Tempo über die Brücke fahren", so die Asfinag weiter. "Unfälle und daraus resultierende Verkehrsbehinderungen sollen dadurch verhindert werden."

Kontrolle in beide Fahrtrichtungen

In beide Fahrtrichtungen werde die Geschwindigkeit kontrolliert - und zwar das ganze Jahr über und unabhängig davon, ob die Autobahn ein- oder zweispurig befahrbar ist. Dabei werden, wie die Asfinag erläutert, Zeitstempel bei der Ein- und Ausfahrt im erfassten Bereich vergeben. Wenn eine zuvor festgelegte Zeit unterschritten wird, wird von einem zu hohen Tempo ausgegangen. "Eine ­offizielle "Preisliste“ für Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung gibt es nicht", schreibt der Österreichische Automobil-, Motorrad- und Touring Club (ÖAMTC) auf seiner Webseite. Er gibt aber eine grobe Übersicht über mögliche Strafen: So müsse man bei zehn bis 20 Stundenkilometern Geschwindigkeitsübertretung mit Kosten von 45 bis 100 Euro rechnen.

Situation im Januar

Im Januar ist die Luegbrücke nach Angaben des ADAC generell nur einspurig befahrbar. Ausnahmen sind die Samstage: Am 24. und 31. Januar soll der Verkehr sowohl Richtung Süden als auch Richtung Norden zweispurig fließen - wenn es nicht schneit.

Hinweisschild auf der Brenner-Autobahn, das über einspurige Verkehrsführung auf der Luegbrücke in Tirol informiert.
Hinweisschild auf der Brenner-Autobahn, das über einspurige Verkehrsführung auf der Luegbrücke in Tirol informiert. © IMAGO

"Zudem kann die Brücke in Fahrtrichtung Süden bei Bedarf per Verordnung kurzfristig für bis zu zwei Stunden zweispurig geöffnet werden. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass auch der Grenztunnel Brenner zweispurig befahrbar ist", teilt der ADAC weiter mit.

Nicht über das Timmelsjoch

Der ADAC rät zudem, aus Süddeutschland möglichst früh anzureisen und "auf einen weniger verkehrsreichen Tag unter der Woche" auszuweichen. Wer Alternativrouten in Erwägung zieht, kann laut dem Club eine Umfahrung über Gotthard, San Bernardino oder die Tauernautobahn, die allerdings auch staugefährdet seien, in Erwägung ziehen. Doch Obacht: "Nicht ratsam ist es, über das Timmelsjoch oder den Stallersattel auszuweichen. Im Winter sind diese Pässe gesperrt", warnt der ADAC.

Die Bauarbeiten an der Luegbrücke hatten im März 2025 begonnen. Gerechnet wird mit einer Fertigstellung 2030.

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  • leafina vor 50 Minuten / Bewertung:

    Ob Österreich das System von der damaligen DDR übernommen hat? Da wurde ja auch auf dem "Transit" nach Westberlin die Geschwindigkeit heimlich gemessen und wenn man dann eher die Grenzkontrollen vor Westberlin erreicht hatte, war man fällig und musste zahlen. In Westmark, versteht sich!

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  • Der wahre tscharlie vor 4 Stunden / Bewertung:

    "Dabei werden, wie die Asfinag erläutert, Zeitstempel bei der Ein- und Ausfahrt im erfassten Bereich vergeben."

    Aha, jetzt endlich ist es soweit. Vor ca. 20 Jahren waren wir Fahrer schon überzeugt davon, dass genau das eintreten wird.
    Vereinfacht gesagt, beim Befahren Österreichs wird unter der ersten Brücke die Zeit gespeichert, beim Verlassen wieder. Das System errechnet für eine Strecke eine Durchschnittsgeschwindigkeit, d.h. also, lege ich eine Strecke zu schnell zurück, bin ich irgendwo zu schnell gefahren. Also Geschwindigkeitsüberschreitung. Dabei muß ich nicht einemal von der Polizei erwischt werden.
    Ja ja, die Tiroler Landesbehörde weiß schon, wie man Geld scheffelt. :-)

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  • BingoMuc vor 17 Minuten / Bewertung:
    Antwort auf Kommentar von Der wahre tscharlie

    Und offenbar hat Österreich auch keinen Datenschutzwahn wie die angrenzende Republik

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