Verletzte bei Ammoniak-Austritt in Straubing

Augen und Atemwege sind gereizt: Anwohner, Schüler und Einsatzkräfte der Feuerwehr klagen in Straubing über Beschwerden. Der Grund ist ausgetretenes Ammoniak.
| dpa
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Das Blaulicht eines Polizeiautos mit Polizei-Absperrband im Vordergrund. Foto: Daniel Karmann/Archiv
dpa Das Blaulicht eines Polizeiautos mit Polizei-Absperrband im Vordergrund. Foto: Daniel Karmann/Archiv

Straubing (dpa/lby) - Mindestens 14 Menschen haben sich beim Austritt von giftigem Ammoniak in Straubing verletzt. Die Behörden brachten am Mittwochvormittag rund um das Eisstadion rund 130 Anwohner und 118 Schüler in Sicherheit. Bei Instandhaltungsarbeiten wurde eine Leitung in der Halle beschädigt, und die Chemikalie trat aus. Die Polizei sprach zwischenzeitlich von rund 60 Verletzten, korrigierte ihre Angaben später aber nach unten. Einem Sprecher zufolge gab es zwischen den Einsatzkräften eine Kommunikationspanne.

Die Verletzten waren nach Polizeiangaben unter anderem Einsatzkräfte der Feuerwehr, ein Mitarbeiter des städtischen Eisstadions und mehrere Bewohner der niederbayerischen Stadt. Neun von ihnen kamen mit gereizten Augen und Atemwegen in ein Krankenhaus. Auch einige Schüler klagten über Beschwerden. Ihre Schule wurde geräumt. Rund 60 Menschen wurden vor Ort untersucht.

Das Ammoniak war bei Instandhaltungsarbeiten ausgetreten. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte möglicherweise die Vibration einer Maschine die Leitung unter der Eisfläche beschädigt. Das defekte Ventil wurde repariert. Reste des Gases traten aber weiterhin aus. Eine Spezialfirma sollte die Rohre reinigen. Die Halle wurde durchlüftet. Einem Stadtsprecher zufolge war das Stadion wegen der Arbeiten nicht in Betrieb.

In der Halle bestreiten die Eishockeyspieler der Straubing Tigers ihre Heimspiele. Mehr als 5800 Zuschauer haben dort Platz. Der Verein war 2006 in die Deutsche Eishockey Liga aufgestiegen.

Beim Einatmen hoher Konzentrationen von Ammoniak besteht Lebensgefahr. Es wird unter anderem als Kältemittel verwendet.

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