Verkehrschaos in Österreich bleibt trotz Fahrverboten aus

Das befürchtete Verkehrschaos in Tirol und im Salzburger Land ist trotz Fahrverboten und dem Ferienbeginn in Nordrhein-Westfalen ausgeblieben. "Hier läuft alles wider Erwarten harmlos", sagte ein Sprecher der Tiroler Polizei am Samstag.
| dpa
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Ein Schild zeigt auf der Landstraße den Weg Richtung Innsbruck in Österreich. Foto: Angelika Warmuth/Archiv
dpa Ein Schild zeigt auf der Landstraße den Weg Richtung Innsbruck in Österreich. Foto: Angelika Warmuth/Archiv

Innsbruck - Das befürchtete Verkehrschaos in Tirol und im Salzburger Land ist trotz Fahrverboten und dem Ferienbeginn in Nordrhein-Westfalen ausgeblieben. "Hier läuft alles wider Erwarten harmlos", sagte ein Sprecher der Tiroler Polizei am Samstag. Das Verkehrsaufkommen sei wesentlich geringer als in der Vorwoche, große Staus gab es daher nicht. Auch das Land Salzburg teilte mit, dass die Verzögerungen zwischen München und Salzburg nicht größer gewesen seien als in der Ferienzeit üblich. Auf der Tauernautobahn, entlang derer am Wochenende erstmals Fahrverbote durchgesetzt wurden, kam es den Angaben zufolge ebenso zu keinen Verzögerungen für die Reisenden.

Die beiden österreichischen Bundesländer sperren derzeit an Wochenenden typische Ausweichrouten, damit Reisende bei Stau auf der Autobahn nicht durch die umliegenden Dörfer fahren. Tirol setzt die Wochenend-Fahrverbote bereits seit einigen Wochen durch, das Land Salzburg zog mit den Sperrungen entlang der Tauernautobahn nun nach. Weil sowohl im einwohnerstärksten deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen als auch in einigen Teile der Niederlande die Sommerferien an diesem Wochenende begonnen haben, war ein Verkehrschaos befürchtet worden.

Politisch haben die Maßnahmen einen Verkehrsstreit zwischen Deutschland und Österreich ausgelöst. Die beiden Verkehrsminister Andreas Scheuer und Andreas Reichhardt sowie Tirols Landeschef Günther Platter treffen sich laut Platter am 25. Juli in Berlin zu einem Gespräch über die Verkehrssituation.

Größere Staus gab es am Samstag derweil in der Schweiz. Vor dem Gotthardtunnel staute sich der Verkehr schon am frühen Morgen zeitweise auf bis zu zwölf Kilometern.

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