Verkäuferin erstochen: Freund festgenommen

Gestern Morgen hat sich Norbert W. gestellt. Er steht im Verdacht, die Hirmer-Verkäuferin Bettina P. erstochen zu haben. Er meldet sich bei der Polizei in Freiburg. Sein Auto wird in Dortmund gefunden.
| Markus Merz
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Fürstenfeldbruck: In ihrer Wohnung wurde Bettina P. erstochen.
Daniel von Loeper Fürstenfeldbruck: In ihrer Wohnung wurde Bettina P. erstochen.

MÜNCHEN/FREIBURG Gestern Morgen erreicht ein freudiger Anruf die Kripo in Fürstenfeldbruck. Am Apparat: Kollegen aus Freiburg (Baden-Württemberg). Sie hätten einen Norbert W. bei sich sitzen, den die Kollegen aus Bayern suchen. Er habe sich bei einer Polizeidienststelle im Breisgau gestellt.

Der 66-Jährige wird seit Tagen verdächtigt, seine Lebensgefährtin umgebracht zu haben. Die 60-jährige Bettina P. war am Samstag tot in ihrer Wohnung in Fürstenfeldbruck gefunden worden. Die Verkäuferin war mehrere Tage nicht an ihrem Arbeitsplatz im Münchner Modegeschäft Hirmer erschienen. Daraufhin hatte eine Kollegin die Polizei alarmiert. An der Leiche der Frau fanden die Beamten Stichverletzungen, in der Wohnung ein blutverschmiertes Küchenmesser.

Als das Gewaltverbrechen bekannt wurde, war Norbert W. zunächst spurlos verschwunden. Den dringenden Tatverdacht gegen den Lebensgefährten des Opfers begründete die Kripo mit Spuren vom Tatort. Kurios: Norbert W. schrieb zuletzt selbst an einem Kriminalroman, in dem es um einen Mord in Fürstenfeldbruck ging (AZ berichtete).

Noch am Vormittag wurde der Mann von den Beamten aus Fürstenfeldbruck zurück nach Bayern gebracht. Erst nach den ersten Vernehmungen des Tatverdächtigen wird über einen möglichen Haftbefehl entschieden.

Weil sich der 66-Jährige freiwillig bei der Polizei gemeldet hat, gehen die Ermittler davon aus, dass sich Norbert W. zum Tatvorwurf äußern wird.
Laut dem Bayerischen Rundfunk wurde das Fluchtfahrzeug des 66-Jährigen inzwischen am Dortmunder Flughafen sichergestellt.

Was der Mann in Dortmund und später in Freiburg gewollt haben könnte, müssen die Befragungen durch die Polizei ergeben. „Jetzt sind wir erst einmal froh, dass wir den Tatverdächtigen gefunden haben“, sagt Hans-Peter Kammerer von der Polizeidienststelle Oberbayern Nord.

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