Verdi will Mitarbeiter nach Drohbrief mit Pulver schulen

Verdi berichtet von mehr Beleidigungen und Hassnachrichten im Zusammenhang mit Streiks. Wie die Gewerkschaft jetzt auf Drohungen reagiert.
dpa |
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Der Drohbrief sorgte für einen größeren Feuerwehr-Einsatz bei Verdi in Nürnberg.
Der Drohbrief sorgte für einen größeren Feuerwehr-Einsatz bei Verdi in Nürnberg. © Sven Grundmann/NEWS5/dpa
Nürnberg

Nach dem Eingang eines mit verdächtigem Pulver versehenen Drohbriefes bei der Gewerkschaft Verdi in Nürnberg sollen nun Gewerkschaftsmitarbeiter speziell geschult werden. Verdi werde die Beschäftigten künftig "auf derartige Notfallsituationen mit Qualifizierungen vorbereiten", sagte ein Sprecher des Verdi-Landesbezirks in Bayern. Eine Drohung in dieser Art habe es bis jetzt nicht gegeben.

Am Mittwoch war bei der Gewerkschaft der Brief eingegangen, der weißes Pulver enthielt. In dem Drohschreiben wurde auf Milzbrand verwiesen. Der Eingang des Briefes führte zu einem größeren Einsatz von Feuerwehr und Rettungskräften am Gewerkschaftshaus am Kornmarkt. Die Kripo versucht jetzt, den Absender zu ermitteln. Nach Angaben des Nürnberger Gesundheitsamtes wurden bei mehreren Tests des Pulvers weder der Milzbrand-Erreger noch andere bakterielle Krankheitserreger nachgewiesen.

Gewerkschaft sagt, dass Streikmaßnahmen Hass erzeugen

Laut der Gewerkschaft steigt bundesweit die Zahl an Beleidigungen und Hassanrufen, die bei Verdi eingehen. Laut der Gewerkschaft hängt dies mit Streikaktionen - beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr - zusammen. "Natürlich wissen wir, dass Arbeitskämpfe Auswirkungen auf viele Menschen haben. Aber nichts – wirklich nichts – rechtfertigt eine solche Eskalation", sagte der Verdi-Bundesvorsitzende Frank Werneke.

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