Drohschreiben und verdächtiges Pulver aufgetaucht: Großeinsatz in bayerischem Verdi-Gewerkschaftshaus

Im Verdi-Gewerkschaftshaus in Nürnberg wird ein Brief mit weißem Pulver gefunden - und einer Drohung.
AZ/dpa |
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Die Feuerwehr war mit einem Dekontaminationsteam im Einsatz.
Die Feuerwehr war mit einem Dekontaminationsteam im Einsatz. © Sven Grundmann/NEWS5/dpa
Nürnberg

Ein Umschlag mit verdächtigem Inhalt bei der Gewerkschaft Verdi hat einen größeren Rettungseinsatz in Nürnberg ausgelöst. In dem Brief seien ein verdächtiges weißes Pulver und ein Drohschreiben gewesen, sagte Stadtsprecher Andreas Franke. Eine Spezialeinheit der Feuerwehr aus München sei auf den Weg, um die Substanz vor Ort zu analysieren. 

"Es geht darum, relativ schnell Gewissheit zu bekommen, worum es sich handelt", sagte Franke. Eine weitere Probe soll demnach im Labor vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Oberschleißheim analysiert werden. 

Mindestens drei Menschen kamen in Kontakt

Drei Menschen im Gewerkschaftshaus am Kornmarkt hatten ihm zufolge Kontakt zu der unbekannten Substanz. Bisher hätten diese aber keine Reaktionen gezeigt. Bei acht weiteren Personen auf dem Stockwerk sei noch unklar, ob diese in Berührung mit dem Pulver gekommen seien. 

"Eine Person, die unmittelbar mit der Substanz in Kontakt kam, zeigte sich infolge des Ereignisses psychisch stark belastet und galt dadurch als mittelschwer erkrankt", teilte Sohrab Taheri-Sohi vom Bayerischen Roten Kreuz mit. "Sie befindet sich in Quarantäne und wird betreut." Die anderen zehn Personen seien ebenfalls vorsorglich in Quarantäne. 

Stadt: Keine Gefahr für die Bevölkerung

Das Gewerkschaftshaus wurde abgesperrt. Die Feuerwehr rückte laut Franke mit mehreren Dutzend Einsatzkräften an und baute eine Dekontaminationsstraße auf. Dabei handele es sich um eine Vorsichtsmaßnahme, betonte Franke. Nach ersten Erkenntnissen bestehe für die Bevölkerung keine Gefahr.

Die Polizei ermittelt zu den Hintergründen. Welchen Inhalt das Drohschreiben hat, wollte ein Sprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

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