US-Soldat wird nach Unfall unehrenhaft entlassen
Ein in Ansbach stationiertes Mitglied der US-Streitkräfte ist nach einem tödlichen Verkehrsunfall degradiert und wird unehrenhaft aus der Armee entlassen. Eine Sprecherin der Streitkräfte bestätigte entsprechende Medienberichte. Zusätzlich muss er mit einer Geldstrafe rechnen. Vorausgegangen war ein Vergleich vor einem US-Militärgericht.
Dem Mann wird vorgeworfen, im Januar vergangenen Jahres in der Nähe von Ansbach mit seinem Fahrzeug eine 33 Jahre alte Frau angefahren zu haben. Sie starb wenig später an ihren Verletzungen. Spekuliert wurde, ob der Fahrer am Steuer eingeschlafen war. Er selbst gab an, er habe ausweichen wollen.
Der Soldat hat nach Angaben der Armee-Sprecherin selbst um die Entlassung aus den Streitkräften gebeten - eine Möglichkeit im US-Recht, eine Haftstrafe zu vermeiden. Allerdings wiegt die Entlassung schwer für den Lebenslauf des Betroffenen. Vor der Entlassung wurde er vom drittniedrigsten auf den niedrigsten Dienstgrad degradiert.
"Seine Entlassung aus der Armee wird kurzfristig erfolgen und er wird in die Vereinigten Staaten zurückkehren", teilten die Streitkräfte weiter mit. Ein Prozess vor einem deutschen Strafgericht erfolgt nicht. Allerdings haben die Angehörigen des Opfers die Möglichkeit, zivilrechtliche Ansprüche geltend zu machen.
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