Urteil nach tödlicher Raserfahrt in Kaufbeuren erwartet

Mit Tempo 180 durch die Stadt, ein Toter, zwei Verletzte – nun fällt das Urteil. Warum die Staatsanwaltschaft Mord sieht und die Verteidigung auf fahrlässige Tötung plädiert.
dpa |
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Nach einer tödlichen Raserei durch Kaufbeuren droht dem jungen Autofahrer eine lange Haftstrafe. (Archivbild)
Nach einer tödlichen Raserei durch Kaufbeuren droht dem jungen Autofahrer eine lange Haftstrafe. (Archivbild) © Stefan Puchner/dpa
Kempten

Im Prozess um eine tödliche Raserfahrt in Kaufbeuren im Allgäu will das Landgericht Kempten am Dienstag (10.00 Uhr) das Urteil verkünden. Die Staatsanwaltschaft verlangt für den 21 Jahre alten Angeklagten eine lebenslange Gefängnisstrafe wegen Mordes. Die Verteidigung plädiert hingegen auf eine dreijährige Haftstrafe unter anderem wegen fahrlässiger Tötung für den deutsch-ukrainischen Staatsangehörigen.

Der Angeklagte hatte in dem Prozess die verhängnisvolle Autofahrt grundsätzlich zugegeben. Er habe aber niemanden dadurch verletzten oder töten wollen, betonte er. Die Staatsanwaltschaft glaubt hingegen, dass der Angeklagte den Tod von anderen bei seiner Flucht in Kauf genommen hat.

Angeklagter verursachte auf der Flucht tödlichen Unfall

Laut Anklage war der junge Mann am 23. August 2025 nachts in Kaufbeuren mit seinem Auto mit bis zu 180 Kilometern pro Stunde durch das Stadtgebiet gerast, um einer Polizeikontrolle zu entgehen. Schließlich soll der Mann mit dem Wagen in ein entgegenkommendes Fahrzeug gefahren sein. Der 20-Jährige am Steuer dieses Fahrzeugs starb noch an der Unfallstelle, seine beiden Mitfahrer wurden verletzt.

Der Unfallfahrer flüchtete nach dem Unfall zu Fuß und entkam zunächst. Anfang September wurde er aufgrund der internationalen Fahndung in Polen festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 21-Jährige mit dem 240 PS starken Wagen vor der Polizei flüchtete, weil er keinen Führerschein hatte.

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