Urteil im Prozess gegen irakisches Ehepaar erwartet

Nach mehr als einem Jahr Prozess um schwere Verbrechen an jesidischen Mädchen steht das Urteil kurz bevor.
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Den Angeklagten werden Kriegsverbrechen zur Last gelegt. (Archivbild)
Den Angeklagten werden Kriegsverbrechen zur Last gelegt. (Archivbild) © Tobias Hase/dpa
München

Mehr als ein Jahr lang läuft in München ein Prozess um die Versklavung zweier jesidischer Mädchen - jetzt will das Oberlandesgericht München das Urteil verkünden. 

Die Bundesanwaltschaft wirft dem Paar unter anderem Kriegsverbrechen, Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor, dazu schweren sexuellen Missbrauch von Kindern beziehungsweise die Beihilfe dazu. "Die monströse Gewalt liegt so fern jeglicher Menschlichkeit, dass sie unwirklich erscheint", hatte die Vertreterin des Generalbundesanwalts erklärt. Alles habe dem Ziel des IS gedient, den jesidischen Glauben zu vernichten.

"Es tut mir leid", sagte die angeklagte 30-Jährige. Ihr ebenfalls angeklagter Ehemann erklärte dagegen: "Ich möchte nichts sagen."

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