Urteil gegen Ehefrau von mutmaßlichem IS-Kämpfer erwartet

Sie soll im Irak im IS-Gebiet gelebt haben - zusammen mit ihrem Mann, einem mutmaßlichen Kämpfer der Terrormiliz. Nun wird vor dem Oberlandesgericht München das Urteil gegen die Frau erwartet.
| dpa
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Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild
dpa Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

München (dpa/lby) - Der Ehefrau eines mutmaßlichen Kämpfers der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) droht vor dem Oberlandesgericht München eine jahrelange Haftstrafe. Im Prozess, in dem der Frau Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung, Kriegsverbrechen und Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen werden, wird heute ein Urteil erwartet. Die Bundesanwaltschaft forderte in ihrem Plädoyer dreieinhalb Jahre Haft, die Verteidigung beantragte zweieinhalb Jahre.

Die deutsche Staatsangehörige soll im Frühjahr 2016 mit ihrem nach islamischem Ritus angetrautem Ehemann nach Syrien und später in den Irak gereist sein, um dort im IS-Gebiet zu leben. Dort kümmerte sie sich der Bundesanwaltschaft zufolge um den Ende 2016 geborenen gemeinsamen Sohn, damit ihr Mann uneingeschränkt für den IS aktiv sein konnte.

Nachdem kurdische Sicherheitsbehörden sie des Iraks verwiesen, kehrte sie im April 2018 nach Deutschland zurück und wurde schließlich im August 2019 in Bayern verhaftet. Nach einiger Zeit in Untersuchungshaft wurde der Haftbefehl dann zunächst außer Vollzug gesetzt.

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