Urteil erwartet: Polizistin soll Jugendliche vergewaltigt haben

Vor dem Landgericht Traunstein wird das Urteil im Vergewaltigungsprozess gegen eine inzwischen vom Dienst suspendierte Polizistin erwartet. Sie soll eine 14-Jährige vergewaltigt und hunderte kinderpornografische Dateien besessen haben.
Einigung auf Deal
Zu Verhandlungsbeginn einigten sich Staatsanwaltschaft und Verteidigung auf einen sogenannten Deal. Dadurch kann die Angeklagte bei einer Verurteilung mit einer Haftstrafe von drei bis dreieinhalb Jahren rechnen. Voraussetzung dafür war ein umfassendes Geständnis. Weil die Öffentlichkeit dafür ausgeschlossen worden war, werden auch die Plädoyers vor dem Urteil unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.
Die Transfrau, die derzeit in der Männerabteilung der Justizvollzugsanstalt München untergebracht ist, soll die Tochter einer Freundin im August 2025 bei einem gemeinsamen Ausflug auf der Toilette eines Fast-Food-Restaurants vergewaltigt haben. Vorher soll die Frau dem rund 40 Jahre jüngeren Mädchen auch eine pornografische Whatsapp-Nachricht geschrieben haben.
Jüngste Opfer erst drei Jahre alt
Auf Dateien, die bei der Angeklagten gefunden wurden, sind laut Ermittlern brutale Gewaltszenen an Kindern zu sehen. Die jüngsten Opfer sollen etwa drei Jahre alt gewesen sein. Außerdem wirft die Staatsanwaltschaft der 55 Jahre alten Angeklagten die Herstellung tierpornografischer Inhalte vor.