Ungeahnte Probleme: Baustelle am Schliersee dauert länger als gedacht

Wer rund um den Schliersee mit dem Auto unterwegs ist, muss länger als ursprünglich angedacht eine Vollsperrung an der B307 umfahren. Warum sich die Baustelle bei Neuhaus verzögert und wann wieder freie Fahrt geplant ist.
Rosemarie Vielreicher |
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Der Schliersee ist ein beliebtes Ausflugsziel in Oberbayern.
Der Schliersee ist ein beliebtes Ausflugsziel in Oberbayern. © imago/Zoonar.com/Torsten Fleer

Eigentlich hätte die Baustelle am Schliersee Ende Oktober fertig werden sollen. Doch daraus wird nichts, es gibt unvorhergesehene Verzögerungen. Die Stelle an der B307 bei Neuhaus bleibt damit länger total gesperrt als geplant. Darüber informiert das Staatliche Bauamt Rosenheim.

Das bedeutet: Autofahrer müssen weiter eine Umleitung über das Leitzachtal nehmen.

Das Bauamt teilt mit: "Der Ausbau der Ortsdurchfahrt von Neuhaus, mit dem auch die Verkehrssicherheit in der Ortsdurchfahrt erhöht werden soll, kommt voran, jedoch nicht im geplanten Tempo."

Neuer Zeitplan für die Baustelle

Die Arbeiten könnten trotz einer weiteren Baukolonne nicht bis Ende Oktober abgeschlossen werden. Voraussichtlich werde die Baustelle nun bis Ende November dauern.

Woran liegt es? "Grund sind unerwartete, zusätzliche Bauarbeiten im Fahrbahnbereich." Genauer: "Nach dem Öffnen der Fahrbahn zeigte sich, dass der Straßenaufbau nicht überall gleich ist: Teilweise war eine ausreichend starke Frostschutzschicht vorhanden, teilweise fehlte sie nahezu vollständig. Die fehlende Schicht musste ergänzt werden."

Zwei Probleme sorgen für die Verzögerung

Aber das war nicht das einzige Problem: "Zusätzlich wurde in der südwestlichen Straßenhälfte, im Bereich der beidseitigen Bebauung, ein unerwartet schlechter und nicht tragfähiger Untergrund gefunden, der nun vollständig ausgetauscht werden muss. Beides hat den Bauablauf deutlich verzögert", so die Behörde.

Rot markiert ist die Baustelle. Zu sehen ist auch die großräumige Umleitung für Autos sowie Lastwagen.
Rot markiert ist die Baustelle. Zu sehen ist auch die großräumige Umleitung für Autos sowie Lastwagen. © Staatliches Bauamt Rosenheim

Geplant sei nun, in der ersten Novemberwoche den Asphalt der Bundesstraße einzubauen. Im Anschluss sollen die Geh- und Radwege asphaltiert und die Restarbeiten erledigt werden. "Wenn alles nach Plan läuft und das Wetter mitspielt, kann die Bundesstraße spätestens Ende November wieder für den Verkehr freigegeben werden."

Baustelle bereits seit Mitte August

Die Baustelle hatte am 17. August begonnen. Ursprünglich sollte sie Ende Oktober winterfest gemacht und nach der Winterpause im Frühjahr 2027 fortgesetzt werden (dann bis zur Abzweigung zum Spitzingsee).

Bei der Maßnahme wird zunächst die Fahrbahn der Bundesstraße B307 von der Einmündung Wendelsteinstraße bis zur Einmündung Josefstaler Straße erneuert. Auf der südlichen Seite der B307 soll der kombinierte Geh- und Radweg erneuert und zum Teil ausgebaut werden.

Die Kosten der Gesamtmaßnahme wurden mit rund 2,6 Millionen Euro angegeben. Ob sich die Summe nun erhöht, blieb auf AZ-Anfrage am Montag zunächst unbeantwortet.

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