Unbekannter verletzt Gäste auf Dorffest – und entkommt

Es sollte ein unbeschwertes Dorffest werden. Am Ende sind acht Menschen teils verletzt. Ein Täter – er hatte ein Messer dabei – entkommt. Die Polizei hat viele Fragen zu klären.
dpa |
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Nach der Tat wurde das Dorffest in Egling abgebrochen.
Nach der Tat wurde das Dorffest in Egling abgebrochen. © Dominik Stallein/Münchner Merkur/dpa
Egling

Nach der Gewalttat auf einem Dorffest in Egling im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen mit acht Verletzten sucht die Polizei weiter nach einem Täter. Der Mann hatte einen 16-Jährigen mit einem Messer attackiert und verletzt. Zuvor hatte er einen 24-jährigen Bekannten des Jugendlichen niedergeschlagen. Sechs weitere Personen seien an dem Abend verletzt worden - durch anderweitige Schlägereien auf dem Gelände.

Der Messerangreifer konnte in der Menge verschwinden – rund 700 Menschen hatten auf der vom örtlichen Burschenverein organisierten Blauliachd-Party gefeiert. Insgesamt acht Menschen mussten laut Polizei medizinisch versorgt und teils in Krankenhäuser gebracht werden. 

Motiv: Völlig unklar 

Was trieb den Täter an? Gab es vorher Streit? War Alkohol im Spiel? Hatte er es gezielt auf bestimmte Menschen abgesehen? Und: Wozu hatte der Unbekannte ein Messer dabei? Viele Fragen sind offen.

Die Polizei ermittelt wegen teils gefährlicher Körperverletzungen. Die Beamten wollen Videoaufnahmen auswerten und Besucher als Zeugen befragen. Der Flüchtige wurde laut Polizei von Zeugen als 1,80 bis 1,90 Meter großer Mann mit schmaler Statur und kurzen dunklen Haaren beschrieben. Den Angaben zufolge trug er eine graue Fleecejacke und Jeans. Über das Alter konnte demnach zunächst niemand Angaben machen. Mehr will die Polizeiinspektion Wolfratshausen am Montag mitteilen.

Die Stimmung soll am späten Samstagabend aufgeheizt gewesen sein. Die Polizei wurde gegen 23.45 Uhr alarmiert. Bei der Auflösung der Veranstaltung hätten die Beamten teils unmittelbaren Zwang anwenden müssen. Sie hätten einige Partygäste in Gewahrsam nehmen oder sogar fesseln müssen, berichtete die Polizei.

Vereinschef schockiert

Der Vorsitzende des Burschenvereins und Hauptorganisator der Blauliachd-Party, Simon Raß, hatte sich in Medien schockiert geäußert. Es sei stets ein gemütliches Fest gewesen, sagte er der Mediengruppe "Münchner Merkur/tz". Nun scheint offen, ob es ein weiteres Mal stattfinden wird.

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