Umfrage: Optimisten in der Immobilienbranche selten

Mit dem Ende der Nullzinsphase 2022 rutschten Bau- und Immobilienbranche in die Krise. Seither wurde mehrfach das Ende der Talfahrt beschworen. Heuer ist von Zuversicht keine große Rede.
von  dpa
Ein Wohnhaus im Werden in München-Freiham. Ein Aufschwung in der Immobilienbranche ist nach einer Umfrage der Messe München nicht in Sicht.
Ein Wohnhaus im Werden in München-Freiham. Ein Aufschwung in der Immobilienbranche ist nach einer Umfrage der Messe München nicht in Sicht. © Malin Wunderlich/dpa

In der Immobilienbranche bleibt die Stimmung ungeachtet der verbesserten Konjunkturprognosen schlecht. In einer Branchenumfrage der Messe München unter 430 Unternehmen und Teilnehmern der bevorstehenden Immobilienmesse Expo Real (5. - 7.10.) beurteilte nur ein Viertel der Befragten die aktuelle Lage am Immobilienmarkt optimistisch. Auf der anderen Seite bewerteten 41 Prozent die aktuelle Situation "zurückhaltend" oder sogar "sehr zurückhaltend", das verbleibende Drittel optierte für "neutral". 

Die in den vergangenen Jahren vielfach geäußerte Hoffnung der Immobilien- und Baubranche auf einen Wiederaufschwung nach Corona-Pandemie und dem danach folgenden Zins- und Inflationsschock hat sich bislang nicht erfüllt. "Ich glaube, das kommt jetzt auch bei allen so langsam an, dass diese Jahre der niedrigen Zinsen vorbei sind", sagte Expo Real-Leiterin Claudia Boymans dazu. 

Trübsal blasen will Boymans jedoch nicht. So sind in diesem Jahr auf der Expo Real erstmals Aussteller aus Abu Dhabi und Südkorea vertreten, die nach Investitionsmöglichkeiten in Deutschland und Europa suchen. Die alljährlich im Oktober stattfindende Expo Real ist eine führende Messe für die Immobilienwirtschaft mit über 1.700 Ausstellern aus aller Welt. Dazu zählen Investmentgesellschaften, Projektentwickler und große Makler ebenso wie Kommunen.

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