Tunnel wegen Schlachtabfällen stundenlang gesperrt

Wegen schmieriger Schlachtabfälle auf der Straße und eines Auffahrunfalls ist der Aubinger Tunnel bei München mehrere Stunden lang gesperrt worden. Die Ladung war am Freitagabend bei einem Bremsmanöver aus einem Anhänger geschwappt, wie die Polizei mitteilt. Die Reinigungsarbeiten zogen sich bis in die Morgenstunden.
Der 49 Jahre alter Fahrer des Sattelzugs mit den Schlachtabfällen hatte laut Polizei verkehrsbedingt stark abbremsen müssen. Dabei geriet die Ladung im Anhänger in Bewegung und schwappte über die Ladebordwand. Weil der Fahrer zunächst bis zur nächsten Anschlussstelle weiterfuhr, verteilte sich die Ladung auf einer Strecke von mehreren hundert Metern.
"Die Schlachtabfälle waren nicht nur äußerst unangenehm anzusehen, sondern verbreiteten auch einen intensiven Geruch", beschrieb die Polizei die Situation. Zudem seien die enthaltenen Flüssigkeiten sehr schmierig gewesen.
Kurz dahinter kam es auf der linken Fahrspur außerdem zu einem Auffahrunfall zweier Autos. Dabei wurde ein 53-jähriger Mann leicht verletzt. Der Wagen eines 58-jährigen Unfallbeteiligten musste abgeschleppt werden.
Aufgrund der beiden Ereignisse sperrte die Verkehrs- und Betriebszentrale mehrere Stunden lang den Aubinger Tunnel. Die Reinigung der Straße habe sich trotz des Einsatzes von Spezialmaschinen zur Entfernung von Öl schwierig gestaltet, teilte die Polizei mit.
Gegen den Fahrer wird nun Anzeige erstattet. Darüber hinaus prüft die Polizei, ob das Fahrzeug für den Transport dieser speziellen Ladung geeignet und dafür zugelassen war.