Tschechischer Umweltminister besucht Bayerischen Wald

Der tschechische Nationalpark Böhmischer Wald (Sumava) und sein deutsches Gegenstück, der Bayerische Wald, wollen weiter eng zusammenarbeiten. Das ist das Ergebnis eines Treffens zwischen dem tschechischen Umweltminister Richard Brabec und dem bayerischen Staatsminister für Umweltschutz, Thorsten Glauber (Freie Wähler).
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Nebelschwaden ziehen zwischen den Baumwipfeln im Bayerischen Wald nahe Kollnburg (Bayern) durch. Foto: Armin Weigel/Archivbild
dpa Nebelschwaden ziehen zwischen den Baumwipfeln im Bayerischen Wald nahe Kollnburg (Bayern) durch. Foto: Armin Weigel/Archivbild

Lindberg/Prag - Der tschechische Nationalpark Böhmischer Wald (Sumava) und sein deutsches Gegenstück, der Bayerische Wald, wollen weiter eng zusammenarbeiten. Das ist das Ergebnis eines Treffens zwischen dem tschechischen Umweltminister Richard Brabec und dem bayerischen Staatsminister für Umweltschutz, Thorsten Glauber (Freie Wähler). Beide Parks verfolgten die gleiche Philosophie, Raum für die Natur zu schaffen, aber für Besucher offenzubleiben, sagte Brabec am Freitag im Erholungs- und Urlaubsort Lindberg.

Im Juni war ein neues Zonierungskonzept für den Böhmischen Wald auf den Weg gebracht worden, das den Park nach Nutzungsintensitäten aufteilt. 27,7 Prozent der Fläche werden ganz der Natur überlassen. Auf Dreivierteln der Fläche könne indes durch Fällen von Bäumen der Borkenkäfer bekämpft werden, teilte das Ministerium in Prag mit. Die Änderungen sollen ab 2020 gelten.

Brabec sprach sich zudem für die Wiedereröffnung des Grenzübergangs an der Blauen Säule (Modry sloup) zumindest in den Sommermonaten aus. Dieser ist auf Rücksicht auf das dort lebende seltene Auerhuhn seit einigen Jahren geschlossen. Auf dem Programm der Minister stand auch ein Besuch einer deutsch-tschechischen Jugendfreizeit im Wildniscamp am Falkenstein. "Ein Ferienlager fernab der Zivilisation ist immer eine ausgezeichnete Gelegenheit für Kinder und Jugendliche, die Natur in ihrer ganzen Schönheit kennenzulernen", sagte Brabec.

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