Trotz Lazarett: "Löwen" erkämpfen Last-Minute-Remis

Die Erleichterung bei Max Reinthaler war nach seinem Last-Minute-Treffer für den TSV 1860 München groß. Und das lag auch daran, dass die "Löwen" beim 1:1 (0:0) gegen Aufstiegskandidat Rot-Weiss Essen auf elf Spieler verzichten mussten. Was für ein Lazarett!
"Es fehlt eine komplette Mannschaft", sagte Reinthaler nach seinem Tor in letzter Minute (90.) zum Auftakt der Rückrunde in der 3. Fußball-Liga. "Aber wir kriegen trotzdem eine schlagfertige Mannschaft auf den Platz. Das hat man heute auch gesehen." Von der Qualität her sei es kein Spitzenspiel gewesen. "Aber es war gutes Tempo drin. Deshalb muss man auch ein Kompliment an die Mannschaft machen", sagte Verteidiger Reinthaler.
München und Essen "neutralisieren" sich
Trainer Markus Kauczinski konnte mit dem Remis vor 15.000 Fans leben. "Ich glaube, es ist am Ende leistungsgerecht. Beide Mannschaften haben sich über lange Zeit neutralisiert. Das sind zwei Systeme, die sehr ähnlich sind, die aufeinanderprallen. Da gab es viele Zweikämpfe, wenig Räume", analysierte Kauczinski bei MagentaSport.
Die Aufstiegsränge sind nicht weit weg
Nach einer Ecke von Kevin Volland und einer Kopfballverlängerung von Siemen Voet war Reinthaler kurz vor dem Abpfiff erfolgreich. Joker Marvin Obuz (82.) hatte die Führung für die Gäste erzielt. Die Münchner liegen mit 31 Punkten weiter in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen, Essen bleibt mit nur vier Punkten mehr vorne noch näher dran.
"Wenn du am Ende so spät das Gegentor kriegst, bist du froh, wenn du noch einen Punkt mitnimmst", meinte Reinthaler über die packende Schlussphase. "Aber ich hatte schon das Gefühl, dass wir auch als Sieger vom Platz gehen können." Das wollen die "Löwen" am nächsten Sonntag beim nächsten Aufstiegskandidaten VfL Osnabrück nachholen.