Treff rechter Skinheads in Memmingen geht in Flammen auf

Im schwäbischen Memmingen ist ein Treffpunkt rechtsextremer Skinheads in Flammen aufgegangen. Linke behaupten nun im Internet, einen Brandsatz gelegt zu haben, um ein Zeichen zu setzen.
| dpa
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Die Polizei ermittelt in dem Fall. (Symbolbild)
Patrick Pleul/dpa Die Polizei ermittelt in dem Fall. (Symbolbild)

Im schwäbischen Memmingen ist ein Treffpunkt rechtsextremer Skinheads in Brand geraten. Linke behaupten nun im Internet, einen Brandsatz gelegt zu haben, um ein Zeichen zu setzen.

Memmingen - Eine von rechtsextremen Skinheads genutzte ehemalige Gaststätte in einer Memminger Schrebergartenanlage ist am frühen Dienstagmorgen abgebrannt. Die vom Verfassungsschutz beobachtete Gruppe "Voice of Anger" habe das Gebäude der früheren Kneipe "Zur Gartenschänke" genutzt, sagte ein Polizeisprecher. "Was wir bestätigen können, ist, dass die Skinheadgruppierung sich dort aufgehalten hat. Wann zuletzt, ist nicht bekannt." Der Schaden liege bei rund 30.000 Euro.

Einen Interneteintrag, nach dem sich Linke zu dem Brand bekannten, bestätigten die Beamten nicht. "Wir ermitteln in alle Richtungen." Die Staatsschutzkommission sei in die Ermittlungen eingebunden, ein Brandexperte des Landeskriminalamtes werde hinzugezogen.

"Wollen andere Antifaschisten zu ähnlichen Aktionen zu inspirieren"

In dem linken Interneteintrag heißt es, es werde kaum Widerstand gegen rechte Gruppen sichtbar. Auch bei Demonstrationen gegen Rechts würden zwar Parolen gerufen, aber es geschehe nichts. "Deshalb haben wir beschlossen ein Zeichen zu setzen und haben in der Nacht vom 24.04. auf den 25.04. einen Brandsatz im Clubhaus der Neonazi-Kameradschaft "Voice of Anger" gelegt, in der Hoffnung damit andere Antifaschist*innen zu ähnlichen Aktionen zu inspirieren und einen militanten antifaschistischen Widerstand in Oberschwaben und dem Allgäu zu etablieren."

Laut Bayerischem Verfassungsschutz ist "Voice of Anger" in Südbayern die mit Abstand mitgliederstärkste Skinhead-Gruppierung mit etwa 60 Mitgliedern und Sympathisanten. Im Mittelpunkt ihrer Aktivitäten stehen die gemeinsame Freizeitgestaltung. Es gebe Hinweise auf personelle Verbindungen zu Verfassern von Internetbeiträgen, die gegen Flüchtlinge gerichtet sind.

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