Tödlicher Unfall in Schwebheim: Fahrer eingeschlafen

Drei Menschen kamen bei dem schweren Unfall im November ums Leben: Auf der Bundestraße 286 bei Schwebheim kippte ein Teerlaster auf einen Pkw. Der Unfallverursacher ist wohl am Steuer eingeschlafen.
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Bei dem Unfall Mitte November in Schwebheim kamen drei Menschen ums Leben
dpa Bei dem Unfall Mitte November in Schwebheim kamen drei Menschen ums Leben

SCHWEBHEIM/SCHWEINFURT - Drei Menschen kamen bei dem schweren Unfall im November ums Leben: Auf der Bundestraße 286 bei Schwebheim kippte ein Teerlaster auf einen Pkw. Der Unfallverursacher ist wohl am Steuer eingeschlafen.

Für einen schweren Unfall mit drei Toten Mitte November nahe Schwebheim (Landkreis Schweinfurt) ist wahrscheinlich ein übermüdeter Autofahrer verantwortlich. „Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass er eingeschlafen ist“, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt in Schweinfurt, Rainer Vogt, am Mittwoch. „Das ist die am naheliegendste Möglichkeit.“ Der 23-Jährige habe die ganze Nacht durchgearbeitet und nicht geschlafen.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit werde die Staatsanwaltschaft im kommenden Januar Anklage wegen fahrlässiger Tötung erheben. Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass der 23-Jährige hinterm Steuer eingeschlafen ist, werde er auch wegen Straßenverkehrsgefährdung angeklagt. Das könnte ein höhere Strafe zur Folge haben, bestätigte Vogt einen Bericht der „Main-Post“ (Mittwoch). Der Mann hat sich bisher noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Bei dem Unfall am 19. November waren drei junge Menschen gestorben, sechs weitere verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen war der 23-Jährige gegen 7.35 Uhr mit seinem Auto auf der Bundesstraße 286 in Richtung Schweinfurt unterwegs. Weil er wohl einschlief, geriet der Wagen auf die Gegenfahrbahn. Ein entgegenkommender Teerlaster konnte zwar noch ausweichen, der Fahrer verlor aber die Kontrolle über den Lkw. Dieser kippte um und begrub ein zweites Auto unter sich, das auf der Gegenfahrbahn fuhr.

Unmittelbar nach diesem Unfall prallte ein zweiter Teerlaster in das Auto des 23-Jährigen, das zuvor das Ausweichmanöver des ersten Lastwagens erzwungen hatte.

dpa

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