Tödlicher Unfall: Ermittlung wegen illegalen Motorradrennen

Immer wieder missbrauchen Raser öffentliche Straßen als Rennstrecken, mitunter mit tödlichen Folgen. Nun ist in Unterfranken ein Mensch bei einem illegalen Rennen gestorben. Gegen vier Biker wird ermittelt.
| dpa
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Kirchzell (dpa/lby) - Nach einem tödlichen Motorradunfall ermittelt die Polizei gegen vier junge Biker wegen illegaler Kraftfahrzeugrennen. Wie das Würzburger Polizeipräsidium am Donnerstag berichtete, wurden die Wohnungen der 18 und 19 Jahre alten Verdächtigen am Vortag durchsucht, insbesondere um Beweismaterial wie Filmaufnahmen der Rennen sicherzustellen. Zudem wurden die Motorräder und Führerscheine von zwei 19-Jährigen sichergestellt.

Hintergrund ist, dass ein 24 Jahre alter Zweiradfahrer Ende Mai beim unterfränkischen Kirchzell (Landkreis Miltenberg) mit einem 19-Jährigen, der mit seinem Motorrad in entgegengesetzter Richtung fuhr, zusammengestoßen war. Der Ältere starb noch an der Unfallstelle, der Jüngere wurde von einem Rettungshubschrauber mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen.

Die Ermittlungen zu dem Unfall ergaben, dass die beiden Fahrer zu einer fünfköpfigen Gruppe gehören sollen, die sich auf der Kreisstraße bei Kirchzell zu verbotenen Rennen verabredet haben. Solche Rennen soll die Gruppe bereits machfach veranstaltet haben. Der Unfall ist nach bisherigen Erkenntnissen passiert, als sich zwei 19-Jährige gerade mit teils mehr als 170 Stundenkilometern duellierten, der 24-Jährige fuhr in dem Moment die Strecke in der anderen Richtung. Zwei weitere Männer sollen vom Straßenrand aus Aufnahmen von dem Rennen gemacht haben.

Im Oktober 2017 war ein neues Gesetz gegen Auto- und Motorradrennen in Kraft getreten. Wegen der zunehmenden Zahl von unerlaubten Rennen auf öffentlichen Straßen hatte der Gesetzgeber damals einen neuen Straftatbestand geschaffen, zuvor handelte es sich nur um eine Ordnungswidrigkeit. Nunmehr drohen den Teilnehmern sogar Haftstrafen.

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