Tödlicher Messerangriff auf 15-Jährigen - Revision eingelegt

Nach einer tödlichen Messerattacke auf einen Jugendlichen wird eine 19-Jährige wegen Totschlags verurteilt. Staatsanwaltschaft und Nebenklage wollen eine Verurteilung wegen Mordes durchsetzen.
von  dpa
Prozessbeobachter hatten eine Verurteilung wegen Mordes erwartet. (Archivbild)
Prozessbeobachter hatten eine Verurteilung wegen Mordes erwartet. (Archivbild) © Daniel Löb/dpa

Nach der Verurteilung einer 19-Jährigen wegen einer tödlichen Messerattacke auf einen 15 Jahre alten Jungen haben Staatsanwaltschaft und Nebenklage Revision gegen das Urteil des Landgerichts Ansbachs eingelegt. Das teilte ein Gerichtssprecher mit.

Das Gericht hatte die Deutsche am 9. März wegen Totschlags zu einer Jugendstrafe von neun Jahren verurteilt. Staatsanwaltschaft und Nebenklage hatten am Ende der Hauptverhandlung in ihren Plädoyers eine Verurteilung wegen Mordes gefordert.

Der Junge hatte in der Nähe des Brombachsees südwestlich von Nürnberg nach einer Zigarette gefragt - das kostete ihm offenbar das Leben. Die Frau hatte nach Überzeugung des Gerichts aggressiv reagiert, beide hatten sich gegenseitig beleidigt, später kam es zu Handgreiflichkeiten, ehe die 19-Jährige dem Jungen das Messer in den Hals stach.

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