Tod Piëch: Kripo ohne Hinweise auf Fremdverschulden

In stiller Trauer würdigt die Belegschaft die Leistung Ferdinand Piëchs für das VW-Imperium. An mehreren Standorten stehen die Produktionsbänder für einen Moment still.
| dpa
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Der damalige Aufsichtsratsvorsitzende der Volkswagen AG, Ferdinand Piech. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild
dpa Der damalige Aufsichtsratsvorsitzende der Volkswagen AG, Ferdinand Piech. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild

Wolfsburg/Rosenheim - Zum Gedenken an den langjährigen VW-Konzernchef Ferdinand Piëch sind an mehreren Standorten des Autobauers Beschäftigte für Schweigeminuten zusammengekommen. In der Wolfsburger Konzernzentrale sprach der Aufsichtsratsvorsitzende Hans Dieter Pötsch Worte des Erinnerns, wie ein VW-Sprecher am Mittwoch sagte. Vor dem Markenhochhaus hätten daran große Teile des Vorstands, des Betriebsrats und der Belegschaft teilgenommen. Die Produktionsbänder standen dem Sprecher zufolge für eine Minute still. In Bayern untersucht derzeit die Kriminalpolizei den plötzlichen Tod des früheren VW-Patriarchen.

"Das ist ein Automatismus, und die Untersuchung hat bisher überhaupt nichts ergeben", sagte Oliver Mößner, stellvertretender Leiter der zur Staatsanwaltschaft Traunstein gehörenden Zweigstelle Rosenheim. Piëch war am Sonntag im Alter von 82 Jahren "plötzlich und unerwartet" gestorben, wie seine Ehefrau Ursula Piëch mitteilte.

Piëchs Leichnam sei obduziert worden, sagte Mößner. "Die Obduktion geht von einer natürlichen Todesursache aus", sagte er. Der Leichnam sei danach für die Bestattung freigegeben worden. Bei einem solchen sogenannten Todesermittlungsverfahren würden neben der Obduktion auch Angehörige befragt sowie Menschen, die vor Ort waren. Es werde vermutlich - auch das sei völlig normal - erst in einigen Monaten abgeschlossen.

Das Verfahren ist laut Mößner eine gewöhnliche Maßnahme in allen Fällen, in denen der Notarzt die Person, deren Tod er bescheinigt, nicht kennt. Ärzte bescheinigten in aller Regel grundsätzlich zunächst keinen natürlichen Tod, wenn sie den Toten nicht vorher bereits etwa als Patienten kannten. "Da hat sich aber bisher überhaupt nichts ergeben", sagte Mößner.

Bei der VW-Tochter Audi gab es in den Werken in Ingolstadt und Neckarsulm ebenfalls Gedenkminuten. An beiden Standorten standen die Bänder still, wie eine Sprecherin sagte. Piëch war vor seiner Zeit bei Volkswagen unter anderem Audi-Chef gewesen. Die Stadt Braunschweig legte ein Kondolenzbuch für ihren Ehrenbürger im Foyer des Rathauses aus. Bürger haben dort bis diesen Freitag die Gelegenheit, ihre Trauer mit ihrer Unterschrift zu dokumentieren.

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