Weniger tanken: Das empfiehlt der ADAC für effizienteres Fahren

Die Spritpreise steigen. Der ADAC Südbayern zeigt deshalb, wie sich der Verbrauch um bis zu 20 Prozent drücken lässt: Das geht schon mit kleinen Veränderungen im täglichen Fahrverhalten und im Umgang mit dem eigenen Auto.
Maximilian Neumair |
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Ein Autofahrer betankt an einer Tankstelle ein Auto. Wer beim Fahren seltener bremst, verbraucht weniger Sprit.
Ein Autofahrer betankt an einer Tankstelle ein Auto. Wer beim Fahren seltener bremst, verbraucht weniger Sprit. © Sebastian Kahnert (dpa)

Das Autoland Deutschland erwischt die Spritpreis-Eskalation besonders hart: Tankpreise sind seit Beginn des Iran-Kriegs hier doppelt so stark angestiegen wie in anderen europäischen Ländern. Die Bundesregierung plant zwar, Preiserhöhungen bei Tankstellen nur einmal täglich zuzulassen. Doch der ADAC Südbayern geht nicht davon aus, dass diese Maßnahme zu spürbaren Entlastungen führt.

Europas größter Automobilclub gibt stattdessen Tipps, wie auch ohne ein Eingreifen der Politik weniger Geld in den Kassen der Tankstellen landet. Wer die befolgt, kann seinen eigenen Spritverbrauch um bis zu 20 Prozent senken, verspricht der ADAC. Klar: Verbrennt das Auto weniger Sprit, müssen Fahrer seltener zum Tanken.

ADAC empfiehlt: Unnötiges Bremsen vermeiden 

1) Vernünftiger fahren: Der größte Hebel, um den eigenen Verbrauch zu reduzieren. Das heißt: früh hochschalten, niedrige Drehzahlen nutzen und unnötiges Bremsen vermeiden. Wer ein modernes Auto fährt, profitiert von Schalt- und Verbrauchsanzeigen, die einen darauf hinweisen. Bei Autos mit Automatikgetriebe bietet sich der Eco-Modus an. Und wer frühzeitig auf den Verkehr reagiert, vermeidet unnötiges Bremsen. Denn so muss das Auto weniger stark beschleunigen – und braucht folglich auch weniger Sprit.

Auch die Wahl der Strecken hat einen Einfluss: Wer bereits für kurze Wege das Auto nutzt, verbraucht mehr Sprit, da kalte Motoren erstmal auf Betriebstemperatur kommen müssen – und dabei mehr Kraftstoff fressen. Auf langen Fahrten hat der Motor hingegen die Gelegenheit, kontinuierlich zu arbeiten und so den Kraftstoff effizienter zu verbrennen.

Apropos Effizienz: Steht das Auto länger als 20 Sekunden, lohnt es sich auch ohne Start-Stopp-Automatik, den Motor abzustellen. Das verbraucht trotz Neustart weniger Sprit – und ist nebenbei auch für die Umwelt besser.

ADAC warnt: Standheizung und Klimaanlage erhöhen Verbrauch

2) Auf Extras verzichten: Sich trotz Kälte in ein mollig warmes Auto dank Standheizung setzen zu können, ist bequem. Die kann jedoch – wie die Klimaanlage – den Verbrauch deutlich erhöhen: je nach Modell um 0,3 bis 1,5 Liter pro 100 Kilometer, warnt der ADAC Südbayern. Hier spielt zumindest der Frühling Autofahrern in die Karten: Es ist weder klirrend kalt noch sommerlich heiß – auf beides lässt sich also zumindest zeitweise verzichten.

Dachboxen und Fahrradträger machen das Auto schwerer und verschlechtern die Aerodynamik – beides erhöht den Spritverbrauch.
Dachboxen und Fahrradträger machen das Auto schwerer und verschlechtern die Aerodynamik – beides erhöht den Spritverbrauch. © IMAGO/Rolf Poss (www.imago-images.de)

Was Autofahrer außerdem unterschätzen: die Rolle vom Fahrzeuggewicht beim Verbrauch. 100 Kilogramm Zusatzlast verursachen bis zu 0,3 Liter Mehrverbrauch. Dachboxen und Fahrradträger beschweren außerdem nicht nur das Auto, sondern verschlechtern auch die Aerodynamik. Der ADAC empfiehlt daher, sie nach Gebrauch abzumontieren.

Auf saubere Filter und intakte Zündkerzen achten

3) Fahrzeug im besten Zustand halten: Auch das trägt dazu bei, den Spritverbrauch zu verringern. Konkret heißt das: Reifendruck korrekt einstellen, Energiesparreifen nutzen, regelmäßig das Auto warten.

Der Reifendruck beeinflusst, wie viel Kraft der Wagen aufwenden muss, um vom Fleck zu kommen. Ist der zu niedrig, erhöht sich der Rollwiderstand der Reifen und mehr Energie ist zum Vorankommen nötig. Energiesparreifen sind so konstruiert, dass besagter Rollwiderstand geringer ist als bei herkömmlichen Reifen. Sie bestehen aus speziellen Gummimischungen und haben spezielle Laufflächenstrukturen, die den Widerstand beim Fahren minimieren.

Ein Techniker wartet ein Auto. Das regelmäßig zu tun, stellt sicher, dass der Spritverbrauch so gering wie möglich bleibt.
Ein Techniker wartet ein Auto. Das regelmäßig zu tun, stellt sicher, dass der Spritverbrauch so gering wie möglich bleibt. © IMAGO/imageBROKER/Unai Huizi (www.imago-images.de)

Indem man das eigene Auto regelmäßig wartet, lässt sich sicherstellen, dass die Luftfilter sauber sind, die Zündkerzen funktionieren und der Motor vernünftig geölt ist. Der Filter etwa sorgt dafür, dass weniger schmutzige Luft in den Motor kommt, was die Verbrennung ineffizienter macht.

Auch die Zündkerzen verschlechtern diese, wenn sie abgenutzt oder defekt sind. Mit modernen Leichtlaufölen entsteht weniger Reibung im Motor, wodurch dieser besser läuft und weniger Kraftstoff für dieselbe Leistung braucht.

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  • Rigobert vor 27 Minuten / Bewertung:

    Dafür kommen Sie nur 5Km weit und Grosseinkauf gibt es bei Ihnen wahrscheinlich nicht.

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  • Newi83 vor 44 Minuten / Bewertung:

    Null fahren, null Spritkosten. Mein Radl ist sowas von sparsam

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