Tiger wetzen die Krallen

Respekt ja, Angst nein – die „Brockmänner“ brennen auf den Saisonstart in Ingolstadt und gegen Hamburg. Minimalziel ist Platz zehn
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So dynamisch wie im Test gegen Augsburg, Vitallij Aab tankt sich gegen zwei Panther durch, wollen die Eistiger auch heute in Ingolstadt zu Werke gehen - und gewinnen.
Wolfgang Zink So dynamisch wie im Test gegen Augsburg, Vitallij Aab tankt sich gegen zwei Panther durch, wollen die Eistiger auch heute in Ingolstadt zu Werke gehen - und gewinnen.

Respekt ja, Angst nein – die „Brockmänner“ brennen auf den Saisonstart in Ingolstadt und gegen Hamburg. Minimalziel ist Platz zehn

NÜRNBERG Heute bei den Panthern in Ingolstadt (19.30 Uhr), am Sonntag DEL-Heimpremiere gegen die Hamburg Freezers (Arena, 18.30 Uhr) – von einem leichten Auftakt-Doppel für die Thomas Sabo Ice Tigers kann keine Rede sein. „Zwei schwere Gegner, aber was soll's“, sieht Trainer Andreas Brockmann dem Saisonstart entspannt entgegen.

In Hamburg hängt der Haussegen schief

In Hamburg hängt der Haussegen schief, Klub-Eigner Philip Anschutz will endlich Erfolge. Gerade nach der vergangenen, desaströsen Eiszeit, als sich die Freezers mit einer 3:5-Heimpleite gegen Nürnberg ohne Playoff-Teilnahme als blamierter Vorletzter aus der Saison verabschiedeten. Trotz einer auf dem Papier meisterlichen Mannschaft.

Das soll sich ändern. Auch für Brockmann ist Hamburg Mitfavorit: „Die ersten Anwärter sind wieder Mannheim und Berlin. Doch die Freezers sind völlig neu aufgestellt: im Management, im Trainerstab, in der Mannschaft. Sie haben viel Geld in die Hand genommen und eine sehr ordentliche Vorbereitung gespielt.“

Gleiches gilt laut Brockmann auch für Ingolstadt: „Die haben namhafte, gute Leute geholt.“ Beispielsweise Stürmer Colin Forbes aus Mannheim (266 NHL-Spiele), die Abwehrrecken Marvin Degon (Berliner Eisbären) und Christian Chartier (Augsburg). Oder Torhüter Ian Gordon, der nach dem finanziellen Kollaps der Frankfurt Lions nach Ingolstadt kam. Durchwegs auf allen Positionen sieht Brockmann den bayerischen Rivalen gut besetzt: „Die Mannschaft spielt intelligent nach vorne, hat stabile Verteidiger, die auch offensivstark sind."

"Respekt haben wir vor jedem Gegner"

Bange machen aber gilt nicht im Tiger-Käfig. „Respekt, ja, den haben wir vor jedem Gegner. Aber Angst müssen wir weder vor Ingolstadt noch vor Hamburg oder sonst wem haben“, sagt Brockmann. Dass die Panther gerade gegen die Tiger „richtig Gas geben werden“, dessen ist sich Brockmann bewusst: „Die brennen, aber meine Jungs auch. Wir werden uns nicht verstecken.“

Wichtig ist für ihn, „dass wir hundert Prozent unsere Defensiv-Arbeit machen". Aber auch, wie bei der Generalprobe gegen Augsburg (7:3), das Über- und Unterzahlspiel so prima klappt; konsequente Chancenauswertung inklusive. Eine tragende Rolle kommt da den NHL-Haudegen Ryan Bayda und Clarke Wilm zu. Für Brockmann „zwei absolute Teamplayer und Vorbilder“, die ihre Kollegen antreiben können und vor allem auch die jungen Wilden in der Tiger-Meute mitziehen.

Einen perfekten Start peilen die Ice Tigers an, ganz klar. Und Platz zehn, das Erreichen der Vor-Playoffs, „ist diesmal nur das Minimalziel“, wie Manager Lorenz Funk bereits deutlich gemacht hat. Von Erfolgsdruck will Brockmann jedoch nichts wissen: „Druck haben wir immer, aber das kann auch positiv sein. Schlimm ist es doch nur, wenn du keinen Druck mehr hast - dann bist du entweder abgeschlagen Letzter, oder die Saison ist vorbei.“ Michael Rupp

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