Teuer, teurer, Tegernsee: Warum die Preise am See explodieren

Mehr als 12.000 Euro pro Quadratmeter sind für ein Haus in der beliebten Region im Kreis Miesbach fällig – weit mehr als an jedem anderen bayerischen Tourismus-Hotspot.
Natalie Kettinger
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Ein Sommertag am Tegernsee. Wer ein Haus in Rottach-Egern (l.) oder Tegernsee (r.) erwerben möchte, braucht sehr viel Geld.
Ein Sommertag am Tegernsee. Wer ein Haus in Rottach-Egern (l.) oder Tegernsee (r.) erwerben möchte, braucht sehr viel Geld. © IMAGO/Ulrich Wagner

Wohnen, wo andere Urlaub machen: Wer sich diesen Traum in einer der bayerischen Ferien-Regionen erfüllen möchte, muss tief in die Tasche greifen – ganz besonders rund um den Tegernsee, wie eine Auswertung von Immowelt zeigt.

Kreuth an Tegernsee ist mit einem Quadratmeterpreis von 10.700 Euro fast noch günstig

Demnach werden für Häuser in Rottach-Egern (Landkreis Miesbach) durchschnittlich 12.700 Euro pro Quadratmeter verlangt, in der Stadt Tegernsee etwa 12.500 Euro und in Kreuth immer noch rund 10.700.

Wer angesichts dessen über den Kauf einer neuen Eigentumswohnung am Tegernsee nachdenkt, kommt nicht viel besser weg: Laut Immowelt belaufen sich auch deren Preise „auf einem außergewöhnlichen Niveau und kosten häufig mehr als 10.000 Euro pro Quadratmeter“.

Ein bisschen günstiger ist der Traum vom Eigenheim am Chiemsee realisierbar. Für Häuser in Prien (Landkreis Rosenheim) werden demnach Quadratmeterpreise von durchschnittlich 8300 Euro aufgerufen, in Gstadt von 7900 Euro und in Bernau von 6800 Euro.

Weniger kostspielig: Was Häuser im Allgäu und dem Berchtesgadener Land kosten

Der Forggensee bei Füssen im Allgäu. In dieser Ferien-Region sind die Immobilienpreise etwas moderater.
Der Forggensee bei Füssen im Allgäu. In dieser Ferien-Region sind die Immobilienpreise etwas moderater. © IMAGO

Erschwinglicher wird es im Allgäu. Laut Immowelt werden Häuser in Oberstdorf (Kreis Oberallgäu) für rund 6200 Euro pro Quadratmeter angeboten. Es folgt Oberstaufen mit durchschnittlich 5900 Euro pro Quadratmeter.

Wer eine Immobilie in Füssen (Landkreis Ostallgäu) erwerben möchte, muss etwa 5700 Euro pro Quadratmeter auf den Tisch legen. In Bad Hindelang (Oberallgäu) sind immer noch 5000 Euro pro Quadratmeter fällig.

Und welches Preisniveau herrscht im Berchtesgadener Land? Laut dem Portal kosten Häuser im namensgebenden Markt im Schnitt 6400 Euro pro Quadratmeter und in Bad Reichenhall rund 6600 Euro.

Prien am Chiemsee - von einem Fahrgastschiff aus betrachtet.
Prien am Chiemsee - von einem Fahrgastschiff aus betrachtet. © IMAGO

Dass die Unterschiede so groß ausfallen, hat laut den Immobilien-Experten verschiedene Gründe: Rund um den Tegernsee sei Bauland knapp und Grundstücke blieben über Generationen in Familienbesitz. Gleichzeitig ziehe die Region wohlhabende Käufer aus München an – sowie zahlreiche Besitzer von Zweitwohnsitzen.
Am Chiemsee und in den anderen untersuchten Ferien-Regionen sorge die hohe Lebensqualität zwar ebenfalls für eine starke Nachfrage. Dort sei das Angebot aber vielerorts größer.

München bleibt das teuerste Pflaster im Freistaat

Die Preise für bestehende Eigentumswohnungen im Freistaat liegen derweil vielerorts weiter auf hohem Niveau: München bleibt mit durchschnittlich 8078 Euro pro Quadratmeter der mit Abstand teuerste Markt im Süden, so Immowelt. Binnen eines Jahres legten die Angebotspreise demnach um 0,5 Prozent zu. Im Landkreis München (6415 Euro) beträgt das Plus 0,6 Prozent.

Eigentumswohnungen im Bestand kosten in München durchschnittlich 8078 Euro pro Quadratmeter. Hier ein Wohnhaus in der Messestadt.
Eigentumswohnungen im Bestand kosten in München durchschnittlich 8078 Euro pro Quadratmeter. Hier ein Wohnhaus in der Messestadt. © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON

In den Tourismus-Regionen ging es deutlich stärker nach oben: In den Kreisen Garmisch-Partenkirchen (5661 Euro) und Bad Tölz-Wolfratshausen (5038 Euro) verteuerten sich Bestandswohnungen jeweils um 6,0 Prozent. Im Landkreis Miesbach beträgt der Anstieg 5,1 Prozent auf 6636 Euro pro Quadratmeter, im Kreis Starnberg (6346 Euro) 4,9 Prozent.

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